"Nur die Ruhe" - großer Andrang beim achten Nachteulengottesdienst

Am Sonntag, 19. Oktober 2008 fand bereits der achte Nachteulengottesdienst statt. Das Motto "Nur die Ruhe" traf offensichtlich den Nerv zahlreicher Besucher, denn das Haus Wittenberg füllte sich so, dass noch zusätzliche Stühle aufgestellt werden mussten.

 

   
   

Immer vollere Terminkalender, zunehmend hektischeres Treiben, kaum noch Zeit zum Luftholen: In dieser Situation befinden sich heute viele Menschen. Müssen wir immer auf der Überholspur fahren, dauernd Gas geben? Gibt es Alternativen? Wie kommen wir wieder zur Ruhe? Diesen Fragen ging das Team des Nachteulengottesdienstes nach.

 

Letzte Vorbereitungen: Eine riesige Leinwand wird improvisiertLetzte Vorbereitungen: Eine riesige Leinwand wird improvisiert  Warten auf die ersten BesucherWarten auf die ersten Besucher
Kerstin Schwefing und Martina Biebersdorf beim Begrüßungssketch - alles gleichzeitig geht nichtKerstin Schwefing und Martina Biebersdorf beim Begrüßungssketch - alles gleichzeitig geht nicht Volles Haus am WittenbergVolles Haus am Wittenberg

Schon die Begrüßung veranschaulichte die Kehrseite des Gehetzes: Gestört durch dauernde Zwischenfragen und Handyklingeln gelang es nicht, in Ruhe einige Worte an die Besucher zu richten. Diese nahmen's mit Humor. Beim anschließenden Rap "Schnell mach ich, schnell", den Klaus Bauer mit einigen Mitarbeiterinnen aus der Jugendarbeit vortrug, gab das Metronom den Takt vor. Filmausschnitte zeigten die große Spannbreite zwischen unsinnigem Gerenne (der Werbefilm einer Flensburger Brauerei) und klösterlicher Meditation ("Das große Schweigen"). In einem Experiment, bei dem einige Nachteulen-Besucher tatkräftig mitwirkten, ging man der Frage nach, wann das Maß voll ist. Erkenntnis: Sorgt man zuerst dafür, dass die wichtigsten Dinge in unserem Leben ihren Platz haben, läuft man nicht Gefahr, sich mit Kleinigkeiten zuzuschütten.

 

Klaus Bauer und die Mitarbeiterinnen aus der JugendarbeitKlaus Bauer und die Mitarbeiterinnen aus der Jugendarbeit Sabine Indorf mit einem der "Zeit"-SprücheSabine Indorf mit einem der "Zeit"-Sprüche
Besucher beim Experimentieren: Wann ist das Glas voll?Besucher beim Experimentieren: Wann ist das Glas voll? Thomas Walter am CelloThomas Walter am Cello

In der Ansprache stellte Kerstin Schwefing heraus, dass Jesus um die Bedeutung von Rückzugsräumen wusste und sie nutzte, um klar zu sehen und so gestärkt seine Ziele konsequent verfolgen zu können. Diese Art von Rückzug ist ein Auftanken, keine Zeitvergeudung.

 

Andrea Adomeit am Klavier, Albrecht  und Eva HolthuisAndrea Adomeit am Klavier, Albrecht und Eva Holthuis  Dichtes Gedränge beim Nachtcafé nach dem GottesdienstDichtes Gedränge beim Nachtcafé nach dem Gottesdienst

Wie immer spielte auch diesmal die Musik eine wichtige Rolle. Der Schüler Thomas Walter beeindruckte die Besucher mit seinem Cellospiel, begleitet von Andrea Adomeit am Klavier. Albrecht und Eva Holthuis (Gitarre und Klavier) und Martin Rhode (Schlagzeug) sorgten für die musikalische Begleitung bei den z. T. neuen Liedern. Dicht gedrängt standen die Besucher nach Abschluss des Gottesdienstes noch länger beisammen und tauschten sich bei Bier, Wasser, Brot und Käse über das Gehörte und Gesehene aus.

Auch 2009 werden die Nachteulengottesdienste fortgesetzt:

Nächster Termin: Sonntag, 26. April 2009, 20 Uhr.