Besondere Abendgottesdienste in der Kirchengemeinde Wesel

Hier finden Sie nähere Informationen über die "Spätschicht"-Gottesdienste, den Meditativen Gottesdienst und den Literatur- bzw. "Lichtspiele"-Gottesdienst

Neues Gottesdienstangebot: "Spätschicht"

Seit dem 4. Advent 2016 werden in der Evangelischen Kirchengemeinde "Spätschicht"-Gottesdienste gefeiert. Das neue Gottesdienstkonzept wird zunächst zur Probe durchgeführt

 Die "Spätschicht"-Gottesdienste werden im lockeren Wechsel an zwei Orten stattfinden: In der Kirche am Lauerhaas und in der Friedenskirche, sonntags um 18:00 Uhr. Diese Gottesdienste haben eine besondere Note: In einer abgewandelten Liturgie kommen moderne Sprache und Methoden zu Wort, um das Lebensgefühl von modernen Menschen anzusprechen und mit dem Glauben und der Bibel ins Gespräch zu bringen. Wir laden Sie herzlich ein, diese Gottesdienste kennen zu lernen.

Wenn Sie sogar Lust haben, das Neue auszuprobieren, indem Sie aktiv mitmachen, dann wenden Sie sich gerne an Pfarrerin Sarah Brödenfeld, Tel. 22453.

 

Für 2017 sind folgende Termine geplant, jeweils sonntags um 18:00 Uhr:

19.02.17 Kirche am Lauerhaas
02.04.17 Friedenskirche
25.06.17 Friedenskirche
03.09.17 Kirche am Lauerhaas
19.11.17 Kirche am Lauerhaas

 

 

Der Meditative Gottesdienst gibt Raum für die Seele

Das Logo des meditativen GottesdienstesDas Logo des meditativen GottesdienstesDämmerig ist es in der Gnadenkirche, flackernde Kerzen geben ein warmes Licht. Am Eingang wird jede(r) mit einem schön gestalteten Programm- und Liederzettel willkommen geheißen. Im Hintergrund erklingt leise Musik. Das Vorbereitungsteam ist nah bei den Besuchern, alle freuen sich auf einige Momente der Ruhe und Besinnung. Wenige Worte stimmen auf das Thema ein: Auch „in der Mitte der Nacht“ kennt „Gottes Güte keine Grenzen“. Vielleicht eröffnet das „Rendez-vous mit der Stille“ dem einen oder anderen „neue Wege zu Gott“. „Geborgen im Licht“ lauschen die Besucher Gedichten, Gebeten und kleinen Geschichten. Eine Geige spielt eine sanfte Melodie - oder eine Querföte, ein Klavier, ein Saxophon - und lässt Raum, eigenen Gedanken nachzuhängen, sich selber nachzuspüren. Eingängige Taizé-Lieder verbinden die meditative Gemeinde und schaffen eine beruhigende Atmosphäre.

Eine Kerze reicht um Licht zu spendenEine Kerze reicht um Licht zu spendenSchnell sind die Momente der Besinnung vorbei, aber die Kraft, die sie vermitteln, wirkt noch lange nach. Das haben die bisherigen meditativen Gottesdienste gezeigt, die so oder so ähnlich abliefen. Auch im siebten Jahr wird der meditative Gottesdienst seinem erprobten Konzept treu bleiben, Zeit und Raum für Besinnung, zum Loslassen und Atemholen zu geben. Obwohl der Gottesdienst immer in der Gnadenkirche stattfindet, sind natürlich auch alle Ruhesuchenden oder einfach Neugierigen aus anderen Bezirken herzlich willkommen.

 

Nächster Meditativer Gottesdienst:

Sonntag, 26. Februar 2017, 19:00 Uhr in der Gnadenkirche (Wackenbrucher Straße):

"Augenblick mal! Sieben Wochen ohne Sofort." Nähere Informationen dazu hier.

 

 

Literaturgottesdienst und "Lichtspiele"

Im Wechsel finden in der Gnadenkirche in unregelmäßigen Abständen am Sonntagabend Literaturgottesdienste mit Lesungen zu einem bestimmten Thema und "Lichtspiele" statt, bei denen Filmszenen eine wichtige Rolle spielen. Beiden Gottesdiensten ist gemeinsam, dass sie von einem Team um Pfarrerin Heidrun Goldbach vorbereitet werden und anders als die normalen Sonntagsgottesdienste ablaufen. So sind sie deutlich länger, werden aber durch eine Pause unterbrochen, in der bei Häppchen und Getränken Gelegenheit zum Austausch mit den anderen Besucherinnen und Besuchern ist. Viel Musik und ein Verzicht auf die traditionelle Liturgie zeichnen diese Gottesdienste aus.

 

Nächster Literaturgottesdienst:

2017 wird im 2. Halbjahr wieder ein Literatur- oder Lichtspielgottesdienst stattfinden. Der Termin wird rechtzeitig in Abkündigungen und Gemeindebrief bzw. im Internet bekannt gegeben.

 

 

 

 

 

 

 

  

Rückblick auf vergangene Nachteulen-Gottesdienste

 

"Die Frommen kommen"


Gute Laune beim BallonaussuchenGute Laune beim Ballonaussuchen Bettina Kahle beim FlötenspielBettina Kahle beim FlötenspielDer 7. Nachteulengottesdienst  fand im April 2008 im Lutherhaus statt. Diesmal hatte das Nachteulenteam die Sängerin und Flötistin Bettina Kahl eingeladen, die teils mit Gesang, teils mit anspruchsvollem Flötenspiel die Besucher begeisterte. Ist Frommsein altmodisch und überholt? So schien es jedenfalls nach Äußerungen in einer Umfrage zu sein, die zu Beginn vorgelesen wurden. Die Nachteulen-Besucher hatten Gelegenheit, sich über die Frage, ob Frommsein out ist, auszutauschen - und sie taten es lebhaft und engagiert.Danach gab es ein nostalgisches Wiedersehen mit Don Camillo und Peppone.

In der Rede vom Leben und Glauben wurden drei Symbole entstaubt, die sich als durchaus zeitgemäß entpuppten:  "Betende Hände" mögen überholt sein, das Beten aber nicht. Die beim Entrümpeln gefundene Bibel hat auch für heutige Zeitgenossen eine Menge zu bieten. Das große Lebkuchenherz stand letztlich nicht für den Kommerz, sondern für die Liebe: die zu Gott und zu den Menschen, denn beides ist nicht zu trennen.Solchermaßen eingestimmt, konnten wiederum die Besucher in Aktion treten und sich aus vielen Luftballons mit frommen Sprüchen den aussuchen, der ihnen gefiel - oder einen eigenen Satz schreiben. Selbstverständlich klang auch dieser Gottesdienst mit dem Nachtcafé aus.

 


Reisebüro-Sketch: "Ich muss dringend hier raus..."Reisebüro-Sketch: "Ich muss dringend hier raus...""Wenn der Seele Flügel wachsen - vom Mut, den eigenen Weg zu gehen"

  

Der bisher letzte Nachteulen-Gottesdienst fand im Oktober 2007 in der Friedenskirche statt. Der einleitende Sketch - dargeboten von Mitarbeitern der Jugendarbeit unter der Leitung von Jugendleiter Klaus Bauer - zeigte sehr anschaulich Auf- und Ausbruchsversuche: Am Reiseschalter wollte die des Alltagstrotts überdrüssige junge Frau "nur noch weg, sonst geh ich hier kaputt..." , eine andere hielt es in einer unerträglichen Mobbing-Situation im Büro nicht mehr aus.Ein Meer von Kerzen auf dem Altar der FriedenskircheEin Meer von Kerzen auf dem Altar der Friedenskirche

Viele träumen von Veränderung - und fürchten sie zugleich. Viele sind zwischen Zögern und Aufbrechen wie gelähmt. Gemeinsam gingen die Besucher der Frage nach, wie Hindernisse auf dem Weg zu Veränderungen ausgeräumt werden können und wie Menschen vertrauensvoll ihren Weg gehen können. Schritt für Schritt fingen sie an, sich auf den Weg zu machen - und wandten sich am Ende auch den anderen zu, indem sie sich gegenseitig einen Psalm vorlasen. In diesem Gottesdienst waren eine Journalistin und ein Fotograf des Magazins "Chrismon" zu Gast. In ihrem Artikel (12.2007) heißt es: "Ein Gottesdienst wie eine Revue - bunt, unterhaltsam und besinnlich zugleich. Das hatte ich nicht erwartet." Das Nachteulen-Team freut sich, wenn sich demnächst noch mehr Besucher positiv überraschen lassen.

 

 

 


"Veronika, der Lenz ist da..." Das Frühlingsquintett auf der Bühne des Luthersaales"Veronika, der Lenz ist da..." Das Frühlingsquintett auf der Bühne des Luthersaales"Ein Stück vom Himmel"

Im Mai 2007 fand der Nachteulengottesdienst zum ersten Mal nicht in einer der Weseler Kirchen, sondern im schön restaurierten Saal des Lutherhauses statt. Anknüpfend an das Lied von Herbert Grönemeyer "Ein Stück vom Himmel" stand im Mittelpunkt die Schöpfung in ihrer Kostbarkeit und Verletzbarkeit. Der Gottesdienst wollte Impulse geben und motivieren: Die Schöpfung ist so wunderbar, dass jede(r) persönliche Verantwortung übernehmen muss, um sie zu erhalten."Sicht von der Empore des Lutherhauses auf das mit verschiedensten Materialien geschmückte KreuzSicht von der Empore des Lutherhauses auf das mit verschiedensten Materialien geschmückte Kreuz

Die Gottesdienstbesucher verzierten ein Kreuz mit Materialien, die sowohl der Natur als auch dem technischen Umfeld entnommen waren: Mit seinen technischen Möglichkeiten muss sich der Mensch für die Umwelt engagieren und mit ihr in einer Einheit leben. Interessant war die Unterlegung einiger Strophen des Liedes "Geh aus, mein Herz und suche Freud" mit einem aktuellen Text. Als Gäste wirkten die Mitglieder des Frühlingsquintetts mit, die zur Freude der Besucher auch im Anschluss an den Gottesdienst weitere Lieder im Stile der Comedian harmonists sangen.

 


"Und täglich grüßt das Murmeltier"

Kaum zu erkennen unter der weißen Maske: Ute OrtmannKaum zu erkennen unter der weißen Maske: Ute Ortmann

 

 

Anfang März 2007 fand der vierte Nachteulen-Gottesdienst statt. Viele Interessierte kamen in die Kirche am Lauerhaas - manche schon zum wiederholten, einige auch zum ersten Mal.

Die Tänzerin und Tanzpädagogin Ute Ortmann interpretierte in zwei Darbietungen erst das Gefangensein des Menschen in einem von Zeitdruck bestimmten Leben und dann die Erlösung aus der Zeitfalle durch die Hinwendung zum Anderen.

 

 

 

 

 

 


  

"Arm ab aber nicht arm dran": Pfarrer Rainer Schmidt"Arm ab aber nicht arm dran": Pfarrer Rainer Schmidt"Hauptsache gesund."

Der wunderbar illuminierte Willibrordi-DomDer wunderbar illuminierte Willibrordi-DomBei diesem Gottesdienst im Oktober 2006 bot der durch Lichtinstallationen effektvoll in Szene gesetzte Dom eine beeindruckende Kulisse. „Hauptsache gesund.“ - Und was, wenn nicht?

Der Klage der plötzlich ans Bett gefesselten Hilde „Ich bin doch zu nichts mehr nütze - ist doch kein Leben so“, setzte Pfarrer Rainer Schmidt in seiner Ansprache eine überzeugte Feststellung entgegen: „Auch mit Grenzen können wir ein erfülltes Leben führen!“ Er weiß, wovon er spricht: Seit seiner Geburt hat er zu kurze Arme und ein zu kurzes Bein. Diese Behinderung ließ ihn weder zum „Dribbelkönig“ noch zum begnadeten Klavierspieler werden - auch wenn es Zeiten gab, als er es sich gewünscht hätte. Die Vergleiche mit anderen, die Orientierung an (scheinbar) Gesunden führen nur zur Verbitterung. Jeder ist noch zu etwas nütze, man muss nur die eigenen (verbleibenden) Möglichkeiten wahrnehmen. So wurde Rainer Schmidt Hochleistungssportler im Tischtennis und brachte es bei den Paralympics bis zur Goldmedaille.

Im Folgenden konnten die Gottesdienstbesucher sich unter verschiedenen Angeboten eines aussuchen: So konnten sie an einer "Klagemauer" ihre Sorgen und Wünsche auf Zettel aufschreiben oder eine individuelle Salbung als Stärkung an Körper, Geist und Seele erfahren.{126_n_gesund_klagemauer-web.jpg}

 


  

Süße Versuchung: Sekt und SchokoladeSüße Versuchung: Sekt und Schokolade"Lust auf Leben!"

Der zweite Nachteulen-Gottesdienst fand am 14. Mai 2006 in der Kirche am Lauerhaas statt. Dort drehte sich alles um die Frage: "Ist Genuss Sünde?"

Nachdem ein mitreißender Tango den Auftakt bildete, sahen die Gottesdienstbesucher einen kurzen Filmausschnitt aus „Chocolat“: Darin predigt der junge Pfarrer auf Geheiß des sittenstrengen Bürgermeisters: „Der Teufel nimmt vielerlei Gestalt an... Manchmal ist er derjenige, der Süßigkeiten anbietet. Nur Kleinigkeiten, denn was könnte harmloser und unschuldiger wirken als Schokolade?“

Aber auch die eingeschüchterten Menschen aus dem französischen Dorf der 50er-Jahre erkennen schließlich, was Oma Hilde schon lange weiß...

 

 

  

  

Gott liebt die Welt.
Mit ihrer Süße. Ihrer Musik.
Ihren Farben. Ihren Düften. Ihrer Lust.
Er liebt die Lebensfreude.
Er tanzt mit uns durch diese Welt.

Er hält uns fest in seinen Armen
und weiß genau, was uns gefällt.
Er führt uns aufs Parkett des Lebens.
Mit ihm haben wir so manche Nacht
voller Feuer und mit Liebe bis zum Morgen durchgemacht.

  Zu meditativer Musik legten die Besucher ein Mandala, in dem die Fülle von Gottes wunderbarer Schöpfung deutlich wird.Zu meditativer Musik legten die Besucher ein Mandala, in dem die Fülle von Gottes wunderbarer Schöpfung deutlich wird.

 

 


  

Stimmungsvolle Atmosphäre mit Kerzen und Masken in der FriedenskircheStimmungsvolle Atmosphäre mit Kerzen und Masken in der Friedenskirche"Viele Masken - ein Gesicht"

Der erste Weseler Nachteulen-Gottesdienst wurde am 19. Februar 2006 in der Friedenskirche gefeiert. EinTeam unter Leitung von Pfarrerin Holthuis hatte das Thema "Viele Masken - ein Gesicht" vorbereitet. Eingestimmt durch das Anspiel "Besuch beim Maskenhändler", das einige Jugendliche aufführten, hörten die Gottesdienstbesucher einen Text von Bonhoeffer "Wer bin ich?" und sahen einen Filmausschnitt aus "Der Mann mit der eisernen Maske". Kirche und Altar waren mit zahlreichen Masken dekoriert. In ihrer Ansprache wies Prädikantin i. A. Kerstin Schwefing darauf hin, dass vor Gott alle Masken fallen können. Das tat das Vorbereitungsteam dann am Ende auch symbolisch. Gut 150 Besucherinnen und Besucher waren gekommen, von denen viele zum anschließenden Austausch in lockerer Runde dablieben. Mit optimaler Vorbereitung und großem Engagement sorgte Rolf Feldmann für das reibungslose Funktionieren der Technik, ohne die dieser Gottesdienst der besonderen Art nicht denkbar wäre. Das Vorbereitungsteam sagt "Dankeschön!".

 

 

Wichtiger Mitstreiter: Rolf Feldmann - der Mann am MischpultWichtiger Mitstreiter: Rolf Feldmann - der Mann am Mischpult  Die Friedenskirche war sehr gut besuchtDie Friedenskirche war sehr gut besucht