Evangelische
Kirchengemeinde
Wesel
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Gnadenkirche

Ein Kleinod von schlichter Schönheit ist die Gnadenkirche auf dem Fusternberg, die Gottesdienststätte des 3. Pfarrbezirks.

Die Gnadenkirche (Foto: Constantin Dießenbacher)

Adresse:
Wackenbrucher Str. 80
46485 Wesel

Superintendent Pfarrer Thomas Brödenfeld

Wackenbrucher Str. 84
46485 Wesel
Tel: 0281 - 57 84
Email: thomas-broedenfeld@kirche-wesel.de

Pfarrerin Heidrun Goldbach

Am Schultendiek 6
46284 Dorsten

Tel. 02362-954569
Email: hgoldbach@kirchenkreis-wesel.net

Büro: Nussbaumweg 6, 46485 Wesel
Tel. 0151 70042288

Wer ist wer?

Pfarrer Thomas Brödenfeld
geb. 1962
seit 1. Juli 1998
an der Gnadenkirche
im 3. Pfarrbezirk tätig

Superintendent des
Kirchenkreises Wesel

seit 03.02.2013

Wackenbrucher Str. 84
46485 Wesel

Tel.: (0281) 57 84
Fax: (0281) 9 52 07 98
thomas-broedenfeld
@kirche-wesel.de
Pfarrerin Heidrun Goldbach
geb. 1967
seit 1. Aug. 2011
an der Gnadenkirche tätig
Seit 03.02.2013 Inhaberin
der Entlastungspfarrstelle
des Superintendenten

Am Schultendiek 6
46284 Dorsten
Büro: Nussbaumweg 6.
46485 Wesel

Tel: (02362) 95 45 69
und 0151 70042288
hgoldbach@kirchenkreis-wesel.net
Prädikantin Eva Chiwaeze

chiwaeze(at)evkwesel.de
 
Katrin Hillesheim
Leiterin Kindertageseinrichtung
Wackenbrucher Str. 82
kita.gnadenkirche(at)kirche-wesel.de
Tel. (0281) 8 97 29
Marlies Karrer

Gemeindehelferin
Tel. (0281) 2 46 62
 
{
Quintus N. Sachs
Organist und
Leiter Chor
Tel. (0281) 1641358
 
Katrin Wientges
Jugendleiterin
Tel. (0281) 5 35 08
come-in(at)kirche-wesel.de
Christian Schröder
Küster an der Gnadenkirche
Wackenbrucher Str. 80
Tel. (0281) 2 06 57 45
cschroeder(at)kirchenkreis-wesel.net

Presbyterinnen und Presbyter der Gnadenkirche

Cornelia Haß

46485 Wesel

Tel. (0281) 8 31 03
ConnyHass(at)web.de
Daniela Krasch

46485 Wesel

Tel. (0281) 8 28 81
dalukra(at)web.de
Johann Krieger

46485 Wesel

Tel. (0281) 2 06 29 90
Johann.Krieger(at)gmx.de
Roland Marx

46485 Wesel

Tel. (0281) 2 06 47 47
romarx(at)web.de
Jörg Titze

46485 Wesel
Tel. (0281) 95 33 38
joerg.titze(at)t-online.de
Christian Schröder*
Wackenbrucher Str. 80
46485 Wesel
Tel. (0281) 2 06 57 45
cschroeder(at)kirchenkreis-wesel.net

* Mitarbeiterpresbyter, der Gnadenkirche zugeordnet

Nur 7 Monate Bauzeit - Zur Geschichte unserer Kirche

Am 27.11.1949, dem 1. Advent, wurde sie nach nur 7 Monaten Bauzeit eingeweiht und hat bis heute innen und außen ihr ursprüngliches Gesicht gewahrt. Mit der Gnadenkirche steht in Wesel eine der letzten von ursprünglich etwa 40 sogenannten Bartning‘ schen Notkirchen, die nach dem Krieg in Deutschland errichtet wurden. Sie bietet 500 Gottesdienstbesuchern Platz.

{96_Gnadenaltarkreuz.jpg}Das Charakteristische dieser Kirche ist das Holzdach. Es wird von in einem Betonfundament eingesetzten Holzbindern getragen, zwischen denen dann das Mauerwerk hochgezogen wurde. Zwischen dem Mauerwerk und dem Dach läuft ringsum ein schlichtes Fensterband. Der Kirchenbesucher hat unter dem warmen Holzdach, das über dem Altarraum zusammenstrebt und an ein umgestülptes Schiff denken läßt, den Eindruck einer großen Geborgenheit. Das gesamte Holzwerk der Kirche (Binder, Holzdach, Bänke) wurde der Gemeinde Wesel über den Weltkirchenrat in Genf geschenkt. Spender waren presbyterianische Gemeinden im amerikanischen Mittelwesten, die für den kirchlichen Wiederaufbau in Deutschland sammelten.

Hand in Hand mit den Gemeindegliedern

Bei den Arbeiten an der Kirche leisteten zahlreiche Gemeindeglieder jeden Alters Hand- und Spanndienste. Mit Bauernfahrzeugen wurden die holländischen Klinker des zerstörten Gemeindehauses am Willibrordiplatz herantransportiert und von Frauengruppen, Jugend- und Konfirmandengruppen säuberlich abgepickt. 80.000 – 90.000 Steine gingen durch ihre Hände bis Kirche und Turm verklinkert waren.

{96_Gnadengodiraum.jpg}Im Innern der Kirche fallen neben dem warmen Licht die schlichten Formsteine auf, die zwischen den Holzbindern aufgemauert sind. Sie sind gefertigt aus gemahlenem Trümmerschutt und erinnern zusammen mit dem Kreuz, gezimmert aus Holz aus den Ruinen Willibrords, an die Zerstörung Wesels im Februar 1945.

Als Gottesdienststätte ist die Gnadenkirche die Nachfolgerin der im Februar 1945 völlig zerstörten Mathenakirche, die in der Nähe des Lutherhauses stand. Der Grundstein an der Nordostecke des Turms im Eingangsbereich erinnert daran.

Die Glocke der Gnadenkirche gehörte ebenfalls zum alten Geläut der Mathenakirche und überstand die Zerstörung Wesels nur dadurch, daß sie – zum Einschmelzen vorgesehen – in einem Ort im Harz eingelagert war. Sie wiegt ca. 1100 kg und wurde im Jahre 1606 von Tillman van Venlo in Wesel gegossen. Ihre Inschrift lautet:

Mortuos plango – vivos convoco – Tillman van Venlo me fecit a.d. 1606. Das heißt:

Die Toten beklage ich, die Lebenden rufe ich (zum Gebet) zusammen. Tillman van Venlo hat mich gemacht im Jahr des Herrn 1606.