Vesalia hospitalis am Lauerhaas

Eine Schülergruppe aus Berlin machte eine Stippvisite am Lauerhaas. Sie sind mit dem Fahrrad von Berlin nach Paris unterwegs

Schwer bepackt und beladen mit Regenkleidung und Helm ausgerüstet kamen sie, die Fahrradfahrer aus Berlin, am Dienstagabend (26.8.) an Ihrem Etappenziel "Kirche am Lauerhaas" an. Das Besondere daran ist, dass es sich um eine Schülergruppe aus Berlin-Weissensee von der Heinz-Brandt-Schule, handelt. Es sind Schüler im Alter zwischen 13 und 15 Jahren, die mit ihren Lehrern sich dieser Herausforderung stellen: in gut zwei Wochen von Berlin nach Paris mit dem Fahrrad zu fahren.  Und dabei handelt es sich um stolze 1200 Kilometer, die jeweils in Etappen von 80 und mehr Kilometern bewältigt werden müssen. Bela Seher und Louisa Rasche, beide 14, gehören auch dazu. Bislang haben nach gut der Hälfte der Etappe, so berichten sie, alle durchgehalten und sind auch relativ fit dabei geblieben. Sie haben sich für diese "Herausforderung", die diese Schule ihren Schülern anbietet, regelrecht beworben und sind ausgewählt worden. Jetzt dürfen und müssen sie auch während der inzwischen begonnenen Unterrichtszeit in Berlin den ganzen Tag Fahrrad fahren. Bela freut sich besonders über schöne Waldstrecken zwischendurch und dass er bald Holland erreicht, weil er selbst niederländisch spricht.; Louisa schätzt den Moment besonders, wenn das nächste Quartier in Sicht ist. An manchen Tagen übernachten die Schüler in Zelten, an anderen wie am Lauerhaas, in festen Häusern. Auf jeden Fall spielen  Luxus und Komfort keine Rolle. Von den 300 Euro Kosten, haben die Schüler die Hälfte durch Eingenleistung beigetragen. Als Jugendleiter Dieter Skusa von dem Wunsch der Gruppe nach einem Quartier hörte, hat er gleich in Absprache mit den Verantwortlichen vor Ort zugesagt. Als Weseler ist das im Sinne des gastfreundlichen Anspruchs der Stadt (vesalia hospitalis) wohl auch im Grunde eine Selbstverständlichkeit, einer solchen Gruppe Obdach zu bieten. meint Pfarrer Albrecht Holthuis. Er wünschte den Teilnehmern  für den weiteren Verlauf dieses tollen Projekts alles Gute und allen genug Kraft und Gesundheit dieses ehrgeizige Herausforderung zu meistern.