Besuch aus Israel im Dom

Die musikalischen Gäste fanden den Turm und die Orgel besonders beeindruckend

Das kommt auch nicht alle Tage im Dom vor - eine kleine Delegation aus Israel war zu Gast im Willibrordi-Dom. Der eigentliche Grund für den Aufenthalt der siebenköpfigen Gruppe aus vier Jugendlichen und drei Erwachsenen ist die Musik. Christoph Oehmen und Dagmar Beinke-Bornemann von der Musikschule Wesel pflegen schon seit Jahren enge Kontakte nach Israel und haben extra für den gerade stattfindenden Kammermusik-Kurs ein jugendliches Quartett mit erwachsenen Begleitern nach Wesel eingeladen. In der Freizeit haben sie nun mit Pfarrehepaar Holthuis den Dom erkunden können. Beeindruckend war dabei für die Gäste der Aufstieg des Turmes vorbei an den großen Glocken. Auch wenn es oben angekommen bei der Aussicht ein wenig regnete, war das eher ein gutes Zeichen für die Israelis. Regen hat in einem trockenen Land wie Israel eher ein besseres Image als bei uns Niederrheinern. In aller Kürze wurden die weitgereisten Besucher über die evangelische Geschichte Wesel nebst Reformationsjubiläum aufgeklärt. Der Kontrast zwischen der kriegszerstörten Ruine von einst hin zum wiederaufgebauten Dom fand besondere Beachtung  bei den jüdischen Gästen.  Ebenso interessant war für sie  auch das Gedenken an den Holocaust, das sowohl im Dom aber auch außerhalb des Domes zum Ausdruck kommt.

Die Gäste sind noch bis Dienstag, 10. Oktober in Wesel und in Privatquartieren untergebracht. Sehen und hören kann man sie beim Konzert in der Aula der Musikschule am Sonntag,8.10 um 17 Uhr.