Kirchentag mal anders

Unterwegs nach Halle

Kirchentag ohne überfüllte Veranstaltungsorte - das gibts doch nicht. Doch, gab es. Auf den Kirchentagen auf dem Weg, die in Sachsen-Anhalt und Sachsen parallel zum Berliner Kirchentag stattgefunden haben. Eine Gruppe unserer Kirchengemeinde hat sich auf den Weg nach Halle gemacht.

Der Kirchentag in Halle war deutlich kleiner. Es gab nur einen zentralen Veranstaltungsort: Auf dem Marktplatz fand ein ökumenischer Gottesdienst zum Himmelfahrtstag, eine Bibelarbeit mit Margot Käsmann sowie zahlreiche Konzerte statt. Zu Beginn gab es hier eine große Kaffeetafel, an der die Hallenser Gemeinden die Kirchentagsgäste zu Kaffee und Kuchen einluden. Wir nahmen Platz und kamen mit Leuten aus der Stadt ins Gespräch. Ein gelungener Auftakt.

(links: Blick vom Kirchenturm auf den Marktplatz mit der Bühne und der Kaffeetafel, als Halleluja gestellt, die sich gerade füllt. Die Stadt findet sich im "Halleluja" wieder, nicht zuletzt weil es ein berühmter Sohn der Stadt, Georg Friedrich Händel, genial vertont hat. / rechts: Der Marktplatz mit der Marktkirche, in der Luthers Totenmaske aufbewahrt wird, und dem Roten Turm)

Halle ist eng mit der Reformationsgeschichte verbunden. Hier residierte der Empfänger der 95 Thesen, Kardinal Albrecht von Brandenburg. Mit einer Stadtführung verschafften wir uns einen Überblick. Hier gründete August Hermann Francke ein Waisenhaus (einer der Veranstaltungsorte) und legte damit das Fundament einer bedeutenden pädagogischen Einrichtung des Protestantismus.

 

 

Vier aus der Gruppe nahmen am Samstag an einem Gospelworkshop teil und fanden sich abends auf der Bühne wieder. Das blieb den anderen nicht verborgen ...

 

Das Fazit am Sonntagmorgen (Gruppenfoto vor der zentralgelegenen Jugendherberge): Es war anders. Es war schön. Es hat sich gelohnt, nach Halle zu fahren.

Bericht: Christoph Kock
Fotos: Wilfried Bühnen / Christoph Kock