Der Meditative Gottesdienst setzte in der Gnadenkirche Hoffnung gegen die Angst

Am Sonntag, 23. Oktober 2016 wurde in der Gnadenkirche ein Meditativer Gottesdienst zum Thema "Trotz alledem! - Hoffnung gegen die Angst" gefeiert.

Der Meditative Gottesdienst widmete sich diesmal einem Thema, das vielen Menschen Sorge bereitet: Die Welt um uns herum scheint aus den Fugen zu geraten, vielfältige Formen von Gewalt und Bedrohung lassen Angst und Unsicherheit entstehen. Der Gottesdienst bot die Möglichkeit, sich eine Auszeit zu gönnen und am Ende die Gewissheit mitzunehmen, dass unser christlicher Glaube viel Kraft und Hoffnung spendet - Hoffnung, die wieder in den Alltag mitgenommen werden kann.

Blick in die Gnadenkirche von der Empore Die Flötistinnen Alexandra und Lorena

 

Zu Beginn standen Schlagzeilen der letzten Wochen. Das Team hatte sich noch kurz vor dem Gottesdienst zusammengesetzt, um auch aktuellste Entwicklungen zu berücksichtigen. Daher fanden auch die "Horrorclowns" Eingang in die Auflistung. Pfarrer Thomas Brödenfeld zitiierte im weiteren Verlauf aus Redebeiträgen von AfD-Mitgliedern oder ähnlich gesonnenen Menschen, die Hass und Ausgrenzung propagieren. Demgegenüber standen Gebete, Psalmen und weitere Texte, die die Mitmenschlichkeit, den vorurteilsfreien Blick und vor allem die Zuversicht und Hoffnung in den Mittelpunkt stellten. Auch in der biblischen Geschichte wurde deutlich, dass Diktatoren (in diesem Fall Herodes) nur scheinbar allmächtig sind und dass die vermeintlich Schwachen durchaus einen Grund zur Hoffnung haben.

Das Team: v. l. Pfr. Thomas Brödenfeld, Beate Schmidt, Cornelia Haß, Ulrike Schweiger-Lewin, Bettina Hübner-Gräfer Viele Gottesdienstgäste blieben noch zum Austausch

 

Der Gottesdienst wurde musikalisch begleitet von Quintus N. Sachs, der als Nachfolger von Elena Lebedewa nun auch regelmäßig die Orgel an der Gnadenkirche spielt. Besonders das erste Orgelstück fiel aus dem Rahmen, weil es die bedrohlichen Schlagzeilen mit aufschreckenden und irritierenden Dissonanzen vertonte. Zwei Schülerinnen des AVG, Alexandra und Lorena, trugen mit klassischen Flötenmelodien dazu bei, sich auf die meditiative Stimmung einzulassen.

Im Anschluss saßen noch viele Besucherinnen und Besucher dieses Gottesdienstes im Vorraum der Gnadenkirche bei Getränken und Knabbereien zusammen und ließen das Gehörte Revue passieren.