Pfarrerin Kock verlässt nach zehn Jahren die Evangelische Kirchengemeinde Wesel

Abschiedsgottesdienst am 29. Oktober in der Friedenskirche

Pfarrerin Susanne Kock beendet Ende Oktober Ihren Dienst als Pfarrerin an der Friedenskirche in der Evangelischen Kirchengemeinde Wesel. Sie wird  zukünftig als Pfarrerin in einer benachbarten Gemeinde tätig sein und weiterhin in Wesel wohnen bleiben. Ihr Ehemann, Pfarrer Dr. Christoph Kock, wird ab 1. November die volle Pfarrstelle an der Friedenskirche innehaben, die die beiden bislang geteilt hatten.
Am 29. Oktober fand der Abschiedsgottesdienst in der gut besetzten Friedenskirche vorgesehen. Viele Menschen waren gekommen, um sich von Pfarrerin Susanne Kock persönlich zu verabschieden.

Anja Neuhaus, Mitglied der Gemeindebriefredaktion, verabschiedet sich mit einem Brief:

Liebe Susanne,

Du bist ein Teil der Feldmark geworden, nicht nur der Friedenskirche. Man sieht dich Donnerstagsmorgen auf dem Markt, bei Edeka und Rewe einkaufen und quer durch die Feldmark auf Deinem Rad fahren.
Nun müssen wir Abschied nehmen. Das fällt uns sehr schwer, obwohl wir ja wissen, dass du nicht so ganz weg bist. Dein Weg führt dich nun nach Büderich, keine große Entfernung, aber dennoch in eine andere Gemeinde, in einen anderen Kirchenkreis auf der anderen Rheinseite!
Zum Abschied gehört der Blick zurück. Wir erinnern uns an die Eröffnung der Ausstellung „ Russlands-Deutsche-Haus“, an viele Konfirmandengruppen und Freizeiten, eine sehr aktive und spannende Jugendarbeit, die Gründung der Gruppe Intermezzo, ganz aktuell das Café International, Umbau des Foyers, Einführung von Ma(h)lzeit und das Jubiläumsjahr der Friedenskirche.
Viel hast du initiiert, begleitet und mitgestaltet. Du hast viele Menschen  erreicht und für neue Dinge begeistert und so immer wieder neue Türen geöffnet.
Jeder, der mit dir Teil dieser Aktionen ist und war hat deine ruhige, herzliche und tolerante Art schätzen gelernt. Es macht viel Spaß, etwas mit dir zu planen, da du stets offen für neue Ideen bist und immer einen klaren und zielgerichteten Blick hast.
Wir sagen DANKE!!

Am 29.10.2016 haben wir dich in einem Gottesdienst verabschiedet. Ein letztes Mal waren wir gemeinsam mit dir auf dem Weg. Viele Menschen waren gekommen, um auf Wiedersehen zu sagen und dir ein paar persönliche Worten oder gesungene Wünsche mit auf den Weg zu geben. Das Gefühl der Dankbarkeit war überall zu spüren und auch dieser letzte, besondere Gottesdienst trug klar deine Handschrift. Mitarbeiterinnen der Kinderkirche haben eine deiner Lieblingsgeschichten aus der Bibel in eindrucksvoller Weise gelesen und pantomimisch dargestellt (siehe Foto). Deine Predigt wird sicherlich noch viele eine Weile begleiten. Etliche haben zustimmend genickt, als du den „ Tumult“ auf deiner inneren Bühne beschrieben hast.
Es gibt immer wieder diese Situationen, in denen zunächst das Drehbuch fehlt und viele Stimmen die Regie übernehmen wollen. Doch du hast uns Mut gemacht, auf die Stimme der Zuversicht zu hören, um dann das Vertrauen und den Mut zu haben, mit dem reichen Schatz der Erfahrungen neue Wege zu gehen. „Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die selig macht alle, die daran glauben.... „ Diese Worte haben dich schon sehr lange begleitet und du hast sie auch für deine Predigt gewählt.
Nun richtet sich der Blick für dich nach vorne. Deine Erfahrungen und Eindrücke der letzten zehn Jahre nimmst du mit und sie werden dich auf dem neuen Weg begleiten.
Wir wünschen dir für deinen Neuanfang in der Kirchengemeinde Büderich viel Freude an den neuen Aufgaben, gute Gespräche und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit allen, die gerne das Gemeindeleben aktiv gestalten möchten.

Es grüßt dich mit einem lachendem, dankbaren und einem weinenden Auge
Deine Anja Neuhaus

(Foto: Superintendent Brödenfeld, Pfarrerin Kock mit Mitgliedern des Bezirksausschusses Friedenskirche)

 

Liebe Gemeindemitglieder,
nun ist es schnell gegangen: Im letzten Gemeindebrief stand noch nichts von meinem Pfarrstellenwechsel; ab heute bin ich in der Gemeinde Büderich-Ginderich tätig. Es ist ein besonderer Wechsel: Ich wohne mit meiner Familie weiterhin im Pfarrhaus am Holzweg – und bin doch gleichzeitig nicht mehr die Pfarrerin, die mit ihrem Mann zuständig ist für die Gemeindearbeit an der Friedenskirche. Es ist für mich schön, in der vertrauten Umgebung zu bleiben, aber nicht nur ich werde mich dennoch an diese neue Situation erst gewöhnen müssen.
Dankbar blicke ich zurück auf zehn Jahre in der Evangelischen Kirchengemeinde Wesel, im Bezirk Friedenskirche. Eine Zeit, die für mich reich gefüllt war mit Erfahrungen, mit vielen guten und bewegenden Kontakten. Es hat mir Freude gemacht, mit vielen Menschen gemeinsam unterwegs zu sein, zu planen und zu gestalten, dabei nach Gott zu fragen und über Gottes Wort nachzudenken. Es war gut, mit meinem Mann Christoph zehn Jahre lang zusammen auf Aufgaben und Ziele zu sehen.
Herzlichen Dank für alle guten Worte, für Musik, für Mitgestaltung, für Geschenke zu meinem Abschied am 29. Oktober!
Im Mittelpunkt meiner Abschiedspredigt stand ein Vers aus dem Römerbrief: „Ich schäme mich des Evangeliums nicht, denn es ist eine Kraft Gottes, die selig macht alle, die daran glauben“ (1,16).
Ich wünsche Ihnen, dass Ihnen das Evangelium Kraft fürs Leben schenkt – Ihnen persönlich und als Teil dieser großen und lebendigen Gemeinde in Wesel!
Ihre Susanne Kock