"Kennst du das Land, wo die Zitronen blühen...?"

Die Sehnsucht nach der Ferne stand im Mittelpunkt des Literaturgottesdienstes, der am 19. Juni im Gemeindehaus an der Gnadenkirche stattfand.

 

Passend zum Sommeranfang schien die Sonne noch ein bisschen, als um 19 Uhr der Gottesdienst begann - nicht wie üblich in der Gnadenkirche, sondern im großen Saal des Gemeindehauses, der einen schönen Blick ins Grüne bietet. Das Team präsentierte ein buntes Potpourri von literarischen Texten, die von der Sehnsucht nach der Wärme und Leichtigkeit des Südens, der liebgewonnenen Herzlichkeit anderer Länder oder auch den Pannen handelten, die ein noch so gut geplanter Urlaub mit sich bringt. Deutlich wurde, dass wir das Paradies nicht wiederbekommen können, aber die Sehnsucht danach bleibt. Vielleicht hilft es ja schon, keine zu übertriebenen Anforderungen an die Urlaubstage zu stellen, sondern einfach mal loszulassen, sich auf die Aus-Zeit einzulassen. Dies war jedenfalls eine Empfehlung von Pfarrerin Heidrun Goldbach, die auch von einer sagenhaften Reise der Königin von Saaba erzählte, die in der Bibel erwähnt wird.

 

Umrahmt wurde der Gottesdienst von Klavierstücken, die Gabriele Kortas-Zens virtuos vortrug. Bei "Ganz Paris träumt von der Liebe" stimmten alle Gäste begeistert in den Refrain ein. Mit ganz anderer Musik ging es nach der Pause weiter: Ricardo Maldonado entführte mit rhythmischem Trommelspiel alle in die Hitze Namibias, wo sich groteske Szenen auf einer Rundreise abspielten.

Marlis Karrer hatte für die Pause ein verlockendes Büffet mit Fingerfood, Wein und Saft vorbereitet, den viele auf der Wiese tranken, um den Sommerabend auszukosten. So kam auch in den Alltag ein kleines bisschen Urlaubsstimmung.