Entdeckungen in einem Gottesdienst für Gehörlose

Als Konfirmanden-Reporter waren Jil und Sophie unterwegs in der Gemeinde

Wir haben im November 2015 den Gehörlosengottesdienst in der Gnadenkirche besucht. Dort haben wir gesehen wie die Pastorin mit Zeichensprache den Gottesdienst gestaltet hat. An einer Leinwand waren Bilder mit Texten darunter zu sehen, damit die nicht Gehörlosen den Gottesdienst auch verstehen konnten. Weil die Pastorin  die Gebärdensprache erst vor kurzem erlernt hat, hat sie dabei mitgesprochen.

Diese Gottesdienste sind für den Umkreis von Wesel und finden nur an bestimmten Tagen statt.Als wir den Gottesdienst besucht haben, kam es auch ein 70. Geburtstag zu feiern. Deswegen waren diesmal auch sehr viele Leute anwesend, die nicht gehörlos sind.

Vor dem Gottesdienst an der Gnadenkirche hatten wir noch nichts mit gehörlosen Menschen zu tun, weshalb wir erstaunt waren, dass manche auch - ohne ihre Stimme zu hören - während des Gebärdens deutlich und verständlich gesprochen haben. Es war außerdem faszinierend, dass alle mit ihrer Behinderung völlig selbstverständlich und mit vollem Lebenswillen umgegangen sind, weshalb man sich unter ihnen „normal“ gefühlt hat. Dadurch haben wir einen ganz neuen Eindruck von gehörlosen Menschen bekommen.

 
Das Logo für Gehörlosengottesdienst (oben) und ein Gebärden-Chor (unten)  

 

 

Jil Remmert und Sophie Ortius