Heitere Weihnachtsfeier an der Friedenskirche

Die Gäste fühlten sich um 50 Jahre zurückversetzt

Diesmal war es der Bezirk Friedenskirche, der die Mitglieder des Presbyteriums, der Mitarbeitervertretung und des Finanz- und Verwaltungsausschusses zur Weihnachtsfeier einlud. Die Gäste wurden mit Bowle begrüßt und - nach einem System, das erst im Laufe des Abends entschlüsselt wurde - an Tischen platziert. Vorher gab es noch eine kleine Andacht vor der Krippe im Foyer der Friedenskirche, die Pfarrer Christoph Kock hielt. Die Anwesenden erwiesen sich bei den ersten zwei Strophen von "Macht hoch die Tür" als erstaunlich textsicher!

 

Wie immer folgte dann der Präsesbericht. Für Pfarrer Albrecht Holthuis, der erst seit einem Jahr Vorsitzender des Presbyteriums ist, war es eine Premiere. Er fand eine gute Mischung aus seriösen Zahlen - dieses Jahr waren alle sehr durch das neue kirchliche Finanzwesen gefordert - und amüsanten Vorfällen wie dem Hahn auf der Lauerhaaskirche, der unbedingt fliegen möchte. Dabei wurden auch zahlreiche Auszeichnungen vergeben für die treuesten Teilnehmer an Presbyteriumsitzungen, den sportlichsten Baukirchmeister oder die Biker, die neue kirchliche Zielgruppen versprechen. Auch zwei Geburtstagskinder wurden mit dem Jubiläumswein zum 475. Bestehen der Kirchengemeinde Wesel beschenkt. Da beide am selben Tisch saßen, kam man allmählich dem Geheimnis auf die Spur: Der Geburtsmonat bestimmte die Sitzordnung und sorgte dafür, dass einmal ganz neue Konstellationen entstanden!

 

Das Essen erschien manchen wie selbstgekocht und unterschied sich vom Angebot der letzten Jahre: Keine Antipasti und kein Kartoffelgratin - dafür als Vorspeise gefüllte Eier und Spargelröllchen und als Hauptgang Rouladen mit Rosenkohl, Rotkohl und Kartoffelklößen. Lecker - und herrlich altmodisch! Da die Friedenskirche am 1. Advent ihren 50. Geburtstag gefeiert hat, wurden typische Speisen aus dem Jahr 1965 serviert.

 

Alle warteten nun gespannt auf das vom Team vorbereitete Programm. Eine bekannte Melodie ertönte: Das ist doch... Ja, es war die Einleitungsmusik zu Robert Lembkes heiterem Beruferaten. Annette, Guido, Marianne und Hans waren schnell gefunden - bezirksübergreifende Teams wurden gebildet - und die "Schweinderl" standen auch schon parat. Moderator Lembke-Kock sorgte mit Schoko-Münzen für volle Schweine-Bäuche, wenn wieder einmal eine Frage an die vier "verkleideten" Promis mit nein beantwortet wurde. Nacheinander traten die Queen (die 1965 auf Deutschlandbesuch kam), Franz Beckenbauer (der 1965 zum ersten Mal in der Nationalelf spielte) und Veronika Ferres auf (die 1965 geboren wurde). Nur beim vierten Gast wurde es schwierig: Roy Black hatte man nicht erwartet. Dr. Rehhorn zeigte dann aber den verdutzten Gästen, wie lebendig der längst verstorbene Sänger noch ist: Mit dem 1965 erschienenen Lied "Du bist nicht allein" riss er die Zuschauer zu Beifallsstürmen hin, wozu auch der hinreißend tänzelnde Damenchor im Hintergrund beitrug.

Nicht nur das lieferte viel Gesprächsstoff für die Gäste, die sich über einen rundum gelungenen und sehr kurzweiligen Abend freuten.

Ein großes Dankeschön an das Team der Friedenskirche!