Kirchengemeinde wünscht sich mehr verkaufsfreie Sonntage - gerade zu Advent

Geschäftsinhaber in Wesels Innenstadt werden gebeten, am zweiten Adventssonntag die Läden nicht zu öffnen

Ermutigt von dem kürzlich bekanntgeordenen Urteil des Bundesverfassungsgerichts schließt sich auch diesmal wieder die Evangelische Kirchengemeinde der Initiative der Weseler Allianz für den freien Sonntag an. Sie möchte, dass die Stadt Wesel auf einen verkaufsoffenen Sonntag in der Adventszeit verzichtet und damit den Beschluss des Rates vom letzten Jahr revidiert.  Bild von der letztjährigen Protestaktion vor der entscheidenden Ratssitzung - Pfarrerin Biebersdorf verweist auf den Adventskranz bei dem eine Kerze wegen des verkaufsoffenen Sonntags fehlt (rechts an der Tür: Pfarrer Klaus Vogel).Bild von der letztjährigen Protestaktion vor der entscheidenden Ratssitzung - Pfarrerin Biebersdorf verweist auf den Adventskranz bei dem eine Kerze wegen des verkaufsoffenen Sonntags fehlt (rechts an der Tür: Pfarrer Klaus Vogel).Am Samstag vor dem 2. Advent sollen Geschäftsinhaber mit InformationsKarten über die kirchliche und gewerkschaftliche Initiative aufgeklärt werden. Wer seinen Laden am Sonntag schließt, soll eine kleine Anerkennung in Form eines Ladenschilds erhalten.

Das Bundesverfassungsgericht hat gerade in diesen Tagen den klagenden Kirchen im Grundsatz Recht gegeben, dass verkaufsoffene Sonntag gerade in der Häufigkeit wie in Berlin praktiziert  der Feier- und Ruhetagsregelung wie sie in der Verfassung vorgesehen ist, widersprechen. Die Berliner Regelung, die bislang 12 verkaufsoffene Sonntage vorsah, davon 4 allein in der Adventszeit muss nun verändert werden. Das Urteil hat aber auch Folgen für alle Bestrebungen, die die Sonntagsruhe aushöhlen möchten.

Insofern möchte die Kirchengemeinde, generell verkaufsoffene Sonntage in der Adventszeit nicht zugelassen sehen.