Besuch aus El Salvador im Konfirmandenunterricht

Zwei Frauen berichten Konfirmanden aus ihrem Alltag in einer Armensiedlung auf dem Lande in El Salvador

Das kommt auch nicht alle Tage vor im Konfirmandenunterricht in der Kirche am Lauerhaas: Zwei Frauen aus El Salvador kommen mit ihrem Übersetzer Clemens Rüter in die Gruppenstunde - und mit einem Mal begegnen sich Menschen aus unterschiedlichen Sprach- und Kulturkreisen. Es wird gesungen - auf deutsch und spanisch! (Gott sei Dank gibt es auch ein Lied mit spanischem Text in unserem Gesangbuch). Man erzählt sich gegenseitig von seinem Alltag - und der kann kaum unterschiedlicher sein.  So geschehen vor einigen Tagen aufDie beiden Frauen aus El Salvador mit ihrem Übersetzer Clemens RüterDie beiden Frauen aus El Salvador mit ihrem Übersetzer Clemens Rüter Vorschlag der Eine-Welt-Gruppe Wesel, die die Frauen Reyna und Esperanza für einige Wochen nach Wesel eingeladen hat.

Reyna und Esperanza erzählen von ihrer Arbeit als Lehrerinnen in einer kleinen ärmlichen Siedlung in El Salvador. Es handelt sich um das Dorf Nueva Esperanza mit einigen hundert Einwohnern, die vor Jahren als Flüchtlinge aus dem Bürgerkrieg dort gelandet sind - in einer wenig fruchtbaren Gegend, in der der Staat nur sehr wenig für seine Einwohner tut. So ist das Dorf auch auf die Hilfe von außen angewiesen. Eine Weseler Initiative der Eine-Welt-Gruppe hat sich den Problemen vor Ort angenommen und leistet durch Geld und engen Kontakt schon seit Jahren wertvolle Unterstützung - zum Teil in Form von Stipendien für Schüler, damit sie einen Beruf erlernen können, aus dem sie ihren Unterhalt bestreiten können. Auch wird eine Schule und ein Kindergarten durch qualifizierte Nahrungshilfe unterstützt. Und dann zeigen die beiden Frauen einen kleinen Film mit Bildern aus dem Dorf - wie die Kinder mit einem einfachen Im Gespräch mit den Konfirmanden vom LauerhaasIm Gespräch mit den Konfirmanden vom LauerhaasPritschenwagen auf abenteuerliche Weise über die einzige Teerstraße zur Schule gebracht werden, wie sie gerade in der Schule ein gutes Essen bekommen, was zu Hause oft nicht die Qualität hat, denn dort gibt es meistens nur einfache Tortillas.

Die Konfirmanden stellen viele Fragen und stellen am Ende wohl fest, wie selbstverständlich wir häufig unseren Wohlstand nehmen und was es heißt in einem armen Land zu leben.

 

 



Artikel Nr. 491 von Albrecht Holthuis, erstellt: 23.09.2009, letzte Änderung: 30.07.2014
Schlagworte: "Kirche am Lauerhaas" "Eine Welt Gruppe Wesel" "Albrecht Holthuis" Konfirmanden