Gut protestantisch! - Kirche im Aufbruch

Gottesdienst am Reformationstag

Unter diesem Motto lud die Evangelische Kirchengemeinde Wesel zu einem überbezirklichen Gottesdienst in den Willibrordi-Dom ein.

Porträt Martin Luther von Lukas CranachPorträt Martin Luther von Lukas CranachAm 31. Oktober erinnern sich evangelische Christen daran, dass Kirche kein Selbstzweck ist. Ihr Auftrag ist die Verkündigung des Evangeliums. Mit der Feier des Reformationstages vergegenwärtigen wir uns den Aufbruch der evangelischen Kirche. Der Reformationstag ist auch heute wichtig, weil sich die evangelische Kirche an diesem Tag an eine "Schlüsselerzählung" aus ihrer knapp 2000-jährigen Geschichte erinnert. Die Geschichte von Martin Luther: Wie er unablässig die Heilige Schrift studierte, bis er endlich die Botschaft von der "Rechtfertigung allein aus Glauben" neu entdeckte; wie er die 95 Thesen an die Tür der Wittenberger Schlosskirche schlug und damit die Kirche und das gesamte christliche Abendland veränderte; wie er für die Wahrheit seiner Glaubenseinsicht selbst Kaisern und Päpsten trotzte. Unsere Kirche ist auch heute eine "Kirche im Aufbruch", die von Gottes Wort lebt.

Zahlreiche Besucher kamen am Abend des Reformationstages in den Willibrodi-Dom um gemeinsam Gottesdienst zu feiern. Sie nahmen aus dem einleitenden Sketch, aus heutigen Thesen, die an eine Kirchentür "geschlagen" wurden und aus der Predigt von Pfarrerin z. A. Indorf viele Denkanstöße mit zum Thema: "Was heißt für uns heute eigentlich protestantisch bzw. evangelisch sein?"

Nach der geistigen Stärkung gab es noch etwas Leckeres mit auf den Weg: Am Ausgang erhielten alle Besucher ein süßes "Lutherbrot", hergestellt in Wittenberg.