Presbyteriumswochenende in Bonn

Die diesjährige Fahrt des Presbyteriums ging vom 7. bis 9. Oktober 2011 in die ehemalige Bundeshauptstadt. Wie immer gab es eine Mischung von Arbeitseinheiten und Freizeitaktivitäten. Am Ende waren sich alle einig: Es waren schöne Tage in der Gemeinschaft.

Die Fahrt von Wesel nach Bonn gestaltete sich schwieriger als gedacht, weil der Bus durch viele Staus aufgehalten wurde. Im Gäste- und Tagungshotel des CJD angekommen, wurden aber alle durch ein vorzügliches Abendessen entschädigt. Nachdem die Zimmer bezogen waren, ging es abends noch in die erste Arbeitseinheit zum gewählten Schwerpunkt: Jürgen Schweitzer vom Amt für Gemeindeentwicklung und missionarische Dienste der Evangelischen Kirche im Rheinland war eingeladen worden, um über die Möglichkeiten und Chancen von Glaubenskursen zu informieren. Viele Presbyterinnen und Presbyter hatten mit solchen Angeboten bisher noch keine Erfahrungen gemacht. Zurzeit wird ein erster Kurs dieser Art an der Friedenskirche angeboten. Der Abend fand seinen Abschluss im Bistro des Gästehauses. Der gute Ausgang des Spiels Deutschland:Türkei, dessen zweite Halbzeit noch viele Interessierte verfolgen konnten, sorgte natürlich zusätzlich für gute Laune.

Im CJD-Gästehaus: Beim AbendessenIm CJD-Gästehaus: Beim Abendessen Allen schmeckts!Allen schmeckts!
Viel Auswahl am BüffetViel Auswahl am Büffet Beim AbendessenBeim Abendessen
Jürgen Schweitzer bei seinem VortragJürgen Schweitzer bei seinem Vortrag

Nach einem guten Frühstück ging es dann am Samstag mit einer weiteren Arbeitseinheit weiter, die Pfarrerin Susanne Kock vorbereitet hatte: "Welche Bilder haben wir von Gott?" - ein kleiner Ausschnitt aus dem Glaubenskurs. Ein Sketch machte neugierig. Danach waren Presbyterinnen und Presbyter sowie die Begleiter gefordert: Bei einem Spiel sollte sich zeigen, wie das Presbyterium Hand-in-Hand arbeitet, quasi automatisch wie eine Maschine. Susanne Kock gab die Kommandos "Eine Hand als Bagger, die andere nimmt an, immer überkreuz mit dem Nachbarn oder der Nachbarin, mit den Füßen in die andere Richtung kreuzen - und dabei noch singen!" Kein Wunder, dass die Maschine nicht immer gut geölt lief und sich die herumzugebenden Steine seltsamerweise immer wieder in einigen Händen ansammelten... Dieses Spiel sorgte für viel Gelächter und Spaß in der Runde. So fit gemacht, arbeiteten alle in drei Kleingruppen weiter, diskutierten ihre Vorstellungen und vertieften sich in Bibeltexte, die Gott ganz unterschiedlich darstellten. Die Zeit verging schnell und in der Schlussrunde meinten viele, dass man sich "Glaubenskurse" nicht so spannend und interessant vorgestellt habe.

Beim Sketch: Gottesbilder-VerkaufBeim Sketch: Gottesbilder-Verkauf Den Zuschauern gefälltsDen Zuschauern gefällts
Vorbereitung in kleinen GruppenVorbereitung in kleinen Gruppen Das Steine-Bagger-Spiel: Nach aufmerksamem Zuhören...Das Steine-Bagger-Spiel: Nach aufmerksamem Zuhören...
...folgen die ersten praktischen Versuche:...folgen die ersten praktischen Versuche: Das Arbeiten Hand-in-Hand klappt mehr...Das Arbeiten Hand-in-Hand klappt mehr...
...oder weniger gut -...oder weniger gut - macht aber vor allem Riesenspaß!macht aber vor allem Riesenspaß!

Am Nachmittag nahmen alle an einer Führung im "Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland" auf der Museumsmeile teil. Zwar konnte man in 1 1/2 Stunden nur einen groben Überblick gewinnen, aber es blieb noch etwas Zeit für eigene Erkundungen. Außerdem sind jetzt viele motiviert, noch einmal privat wiederzukommen und je nach Interesse in verschiedenen Abteilungen weiter zu stöbern. Am Abend gab es zwei Angebote: Eine Gruppe sah sich im Kino den Film "Crash" über waghalsige Finanz-Spekulationen und deren Folgen an, eine andere verbrachte ein paar Stunden in gemütlicher Runde in der Altstadt.

Gesungen wurde auch viel - Albrecht Holthuis hatte seine Gitarre mitgebrachtGesungen wurde auch viel - Albrecht Holthuis hatte seine Gitarre mitgebracht Beim SingenBeim Singen
Der junge Mann links führte die Weseler Gruppe durchs Haus der GeschichteDer junge Mann links führte die Weseler Gruppe durchs Haus der Geschichte Viel bestaunt: Der Dienst-Mercedes von Kanzler Konrad AdenauerViel bestaunt: Der Dienst-Mercedes von Kanzler Konrad Adenauer

Am Sonntagmorgen war der Gottesdienst in der nahen Lukas-Kirche das Ziel. Er begann bereits um 9:30 Uhr, ein Vorgeschmack auf die demnächst früheren Gottesdienstzeiten an zwei Kirchtürmen in Wesel. Da die Sonne einen goldenen Oktobertag bescherte, entschloss sich die Gruppe, noch einen wunderschönen Spaziergang am Rhein entlang zu machen, bevor es nach dem leckeren Mittagessen wieder Richtung Wesel ging.

Die Gruppe im Garten der Lukas-KircheDie Gruppe im Garten der Lukas-Kirche

Leider waren aus den unterschiedlichsten Gründen zahlreiche Presbyterinnen und Presbyter verhindert, so dass die Gruppe der Teilnehmenden diesmal ungewöhnlich klein war. Das tat der Stimmung aber keinen Abbruch und die in den knapp drei Tagen erfahrene Gemeinschaft war sehr gut. So gestärkt, kann man demnächst vor Ort in Wesel die anstehenden Aufgaben angehen.



Artikel Nr. 763 von Ulrike Schweiger-Lewin, erstellt: 09.10.2011, letzte Änderung: 14.06.2014
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