Gospel-Day in der Friedenskirche ein voller Erfolg

"Let us stand hand in hand" - vier Gospel Chöre in einem Konzert

Am 17. September fand in der Friedenskirche aus Anlass des Gospel Day ein Benefiz-Konzert statt, an dem vier Weseler Gospelchöre beteiligt waren.

Logo des Gospel-Day am 17. SeptemberLogo des Gospel-Day am 17. September Am 17. September war Gospel-Tag. Deutschlandweit sangen rund 200 Gospelchöre in Einkaufszentren, Bahnhöfen, Raststätten, ... und engagierten sich für eine gerechtere Welt. Auch die Weseler Gospelchöre haben sich an dieser Aktion beteiligt und um 12 Uhr vor dem Kaufhof gesungen: „Let us stand hand in hand“. „Lasst uns Hand in Hand stehen, um die Welt zu verändern.“
Dass Singen und Handeln zusammengehören, war am Abend auch in der Friedenskirche zu spüren. In der vollbesetzten Kirche stellten sich die Chöre Qiuntussense, New Gospel Voices und Gospel People musikalisch vor und begeisterten die Besucherinnen und Besucher mit einem vielseitigen Programm. Schwungvoll und mitreißend aber auch mit leisen Tönen. Mit klassischen und modernen Gospeln ebenso wie mit lateinamerikanischen und afrikanischen Rhythmen.
Probe fürs Finale: GospelTrain (blaue Tücher), Quintussense (rot), New Gospel Voices (orange) und Gospel People (bunt)Probe fürs Finale: GospelTrain (blaue Tücher), Quintussense (rot), New Gospel Voices (orange) und Gospel People (bunt)Das Konzert begann mit dem gemeinsam gesungenen Motto-Lied "Let us stand hand in hand". Hier war auch der GospelTrain mit dabei, der kurzfristig seine Chorleiterin verloren hatte und deshalb kein eigenes musikalisches Programm zu Gehör bringen konnte. Nach dem Auftritt der drei Chöre berichtete Corinna Bröcker, Sängerin bei Quintussense und Presbyterin an der Friedenskirche, wie einige Sängerinnen und Sänger aus den Weseler Chören auf dem Gospelkirchentag 2010 in Karlsruhe vom GospelDay 2011 hörten und die Idee hatten, diesem Tag gemeinsam in Wesel zu gestalten. Peter Schmahl, Chorleiter der Gospel People, stellte dann eines der beiden Projekte vor, für das am Ausgang gesammelt wurde:
In Burkina Faso sind die Ärmsten schon vom Klimawandel betroffen. Weil der Regen unregelmäßig wird, sinken die Ernteerträge. Viele Kinder in diesem afrikanischen Land haben nicht genug zu essen. In Zusammenarbeit mit Brot für die Welt sorgen Gospelchöre aus ganz Deutschland dort für eine nachhaltige Entwicklung: Saatgut und Anbaumethoden werden verbessert. In Schulungen lernen Bauern, wie sie dem Klimawandel trotzen können. Tiefenbrunnen sorgen für ausreichende Wasserversorgung in Trockenzeiten. Das eröffnet vielen Menschen in Burkina Faso eine Perspektive.
Gelunge Zusammenarbeit der Chorleiter Garrelf Hagedorn (New Gospel Voices), Quintus N. Sachs (Quintussense) und Peter Schmahl (Gospel People)Gelunge Zusammenarbeit der Chorleiter Garrelf Hagedorn (New Gospel Voices), Quintus N. Sachs (Quintussense) und Peter Schmahl (Gospel People)Über das andere Projekt informierte Klaus Bauer von der Einen-Welt-Gruppe Wesel, die im Foyer der Friedenskirche Kostproben aus dem fairen Handel anbot. Im Rahmen einer Partnerschaft mit der Stadt Ciuadad Romero in El Salvador, unterstützt die Gruppe dort eine Schule bei dem Bemühen, Schulkinder ausgewogen zu ernähren.
Zum Schluss erklang noch einmal "Let us stand hand in hand" - diesmal sangen alle mit, nicht nur die Chöre, sondern auch die Zuhörerinnen und Zuhörer. Eine eindrucksvolles Erlebnis am Ende einer gelungenen Premiere: Traten doch die vier Weseler Gospelchöre zum ersten Mal zusammen auf.

Christoph Kock, Pfarrer

Logo der Aktion "Gospel für eine gerechtere Welt"Logo der Aktion "Gospel für eine gerechtere Welt"