In einem Jahr zur Konfirmation – neue Struktur der Konfirmandenarbeit

Am 8.4. hat das Presbyterium Änderungen in der Konfirmandenarbeit auf den Weg gebracht ...

Am 8. April hat das Presbyterium unserer Gemeinde Änderungen in der Konfirmandenarbeit auf den Weg gebracht. Es reagiert damit vor allem auf die ‚Ausdehnung der Schule‘: Der Ganztagsbetrieb schränkt die freie Zeit der Jugendlichen immer stärker ein. So können inzwischen Konfi-Treffen freitags erst um 16.30 Uhr beginnen, da einige Konfirmanden bis 16.00 Uhr Unterricht haben. (Nur der Dienstagnachmittag soll in der 7. und 8. Jahrgangsstufe aufgrund einer Vereinbarung mit dem Kultusministerium unterrichtsfrei bleiben.) Zugleich steht die Konfirmandenarbeit zunehmend in Konkurrenz zu Angeboten von Sportvereinen, Musikschule oder vergleichbaren Einrichtungen.

Angesichts dieser Situation wird die Konfirmandenarbeit auf ein Jahr konzentriert. Sie beginnt für den nächsten Jahrgang im Juni 2014 für Jugendliche in der 7. Klasse (bzw. die zwischen dem 1.7.2000 und dem 30.6.2001 geboren sind) und endet mit den Konfirmationen im Mai 2015. Ihre Familien, so die Erfahrung aus unseren Nachbargemeinden nach der Einführung eines einjährigen Modells, können sich auf diesen Zeitraum besser einstellen. Die Anmeldungen finden daher auch erst im Frühjahr 2014 statt. Die betreffenden Familien werden dazu schriftlich eingeladen. Es wird also an jedem Kirchturm nur noch einen Konfirmandenjahrgang geben.

Die Konfi-Treffen werden dann wöchentlich (Gnadenkirche, Lauerhaas, Friedenskirche) bzw. monatlich samstags (Dom) stattfinden. Wo möglich werden die Jugendlichen nicht nur auf ‚ihren‘ Pfarrer bzw. ‚ihre‘ Pfarrerin treffen, sondern auch auf ehrenamtliche Mitarbeitende (Jugendliche und Erwachsene). Inzwischen gibt es ein Trainee-Programm der Evangelischen Jugend Wesel, das Jugendlichen nach der Konfirmation auf diese Mitarbeit vorbereitet.
Neben den regelmäßigen Treffen gehören zur Konfirmandenzeit verbindlich eine Konfi-Fahrt sowie zwei Konfi-Tage (z.B. Besuch des Friedensdorfes Oberhausen, der Merkez-Moschee in Duisburg oder des Anne-Frank-Hauses in Amsterdam), die zusammen mit den Jugendleitern bzw. der Jugendleiterin gestaltet werden.

Die Konfirmandenarbeit ist eine gute Gelegenheit für Jugendliche, mit dem Glauben Erfahrungen zu machen: Lernen geschieht oft durch Begegnung, etwa im Gemeindepraktikum oder bei einer Gottesdienstvorbereitung. Auf vielfältige Weise werden auch Themen wie Gottesdienst, Abendmahl oder Gebote erschlossen.

Geplant sind außerdem regelmäßige Jugendgottesdienste, die sich gezielt an Konfirmandinnen und Konfirmanden richten. Pro Jahr wird an jedem Kirchturm je ein Jugendgottesdienst angeboten.

Christoph Kock, Pfarrer