Pfarrer Thomas Brödenfeld wurde als neuer Superintendent eingeführt

In einem festlichen Gottesdienst im Willibrordi-Dom wurde am Sonntag, 3. Februar 2013, Pfarrer Thomas Brödenfeld von der Gnadenkirche in sein neues Amt als Superintendent des Kirchenkreises Wesel eingeführt.

Der ehem. Superintendent Dieter Schütte, Präses Nikolaus Schneider und der neue Superintendent Thomas Brödenfeld (Foto: V. Hoffmann)Der ehem. Superintendent Dieter Schütte, Präses Nikolaus Schneider und der neue Superintendent Thomas Brödenfeld (Foto: V. Hoffmann) Einen Artikel mit vielen Fotos aus dem Gottesdienst im Dom mit dem Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Nikolaus Schneider, finden Sie hier

 

Nach dem Gottesdienst versammelten sich ca. 200 Gäste, die z. T. von weit her angereist waren (u. a. auch aus Töplitz in Brandenburg, der Partnergemeinde der Gnadenkirche) zu einer Feier im Lutherhaus.

Repräsentanten der Stadt, der Landeskirche, der Kirchengemeinden, Miglieder von Gruppen und Kreisen und des Presbyteriums wünschten in ihren Grußworten nicht nur dem Superintendenten Thomas Brödenfeld alles Gute, sondern auch dem neuen Synodalassessor Michael Binnenhey sowie dem stellvertretenden Skriba Dirk Meyer, der der Weseler Gemeinde aus seiner Zeit im Sonderdienst in der Kirche am Lauerhaas noch gut bekannt ist. Alle drei bekamen von Pfarrerin Gawehn eine Rose als Willkommensgruß des Kreissynodalvorstandes überreicht.

Bürgermeisterin Ulrike WestkampBürgermeisterin Ulrike Westkamp Oberkirchenrätin Barbara Rudolph von der Rheinischen LandeskircheOberkirchenrätin Barbara Rudolph von der Rheinischen Landeskirche
Der Dombezirk übergibt das geheimnisvolle BuchDer Dombezirk übergibt das geheimnisvolle Buch Pfarrer Helmut Joppien aus Drevenack moderierte die VeranstaltungPfarrer Helmut Joppien aus Drevenack moderierte die Veranstaltung

Der Superintendent des Nachbarkirchenkreises Kleve, Hans-Joachim Wefers, überreichte Thomas Brödenfeld mehrere Tafeln Schokolade: Bittere für schwere Zeiten, süße für angenehme Tage, Nussschokolade für schwere Nüsse, die zu knacken sind und weiße Schokolade - für die weißen Flecken im Terminkalender, von denen hoffentlich noch genug übrig bleiben!

In einem amüsanten Beitrag des Dombezirkes wurde ein rätselhaftes Buch gesucht, das sich schließlich als Sammlung der zweiwöchigen Kolumnen von Thomas Brödenfeld in der RP entpuppte. Er erhielt die einzige gebundene Ausgabe dieses Werkes.

Geduldige Zuhörer: Marie und MatthisGeduldige Zuhörer: Marie und Matthis Der neue Superintendent Thomas Brödenfeld bei seinen DankeswortenDer neue Superintendent Thomas Brödenfeld bei seinen Dankesworten

Marie und Matthis, die Kinder von Thomas Brödenfeld, verfolgten neugierig und mit großer Geduld das Geschehen und inspizierten zwischendurch schon mal den Geschenketisch. Viele Besucher hatten sich lange nicht gesehen und nutzten die Gelegenheit zu angeregten Gesprächen.

Der Superintendent ist für die Amtszeit von 8 Jahren gewählt. In dieser Zeit widmet er sich überwiegend dem Kirchenkreis, ist aber auch noch mit 25 % an der Gnadenkirche präsent, so dass die Gemeinde nicht ganz auf ihn verzichten muß. Mit Pfarrerin Heidrun Goldbach gibt es aber schon eine gute Entlastung, so dass die pfarramtliche Versorgung auch demnächst gut gewährleistet ist.

 

Fotos: Ulrike Schweiger-Lewin (außer Gottesdienst: Volker Hoffmann)

Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Annelene Heyermann

Am 18. Februar 2013 erhielt Annelene Heyermann, die seit Jahrzehnten ehrenamtlich in der Kirchengemeinde Wesel aktiv ist, für ihr großes Engagement diese hohe Auszeichnung.

Annelene Heyermann bekam in einer Feierstunde am 18. Februar 2013 im Rathaus Wesel das „Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland“ verliehen. Sie erhielt es auf Vorschlag der Ministerpräsidentin von NRW, Hannelore Kraft, was sehr selten ist. Anwesend waren auch die Bürgermeisterin der Stadt Wesel, Frau Westkamp, und einige Gäste von Frau Heyermann. Diese Verleihung ist eine Anerkennung für die „beeindruckende und bewundernswerte Lebensleistung“, wie die stellvertretende Landrätin Christel Winterberg in ihrer Laudatio sagte. „Sie sind immer da, wenn Hilfe gebraucht wird, und daher gibt es auch so viele Menschen, die Ihnen diesen Orden von Herzen gönnen.“

Vor dem feierlichen Akt: Die Gäste warten. v.l.: Frau Parge, Frau Schäfers, Frau Schröder, Frau JanssenVor dem feierlichen Akt: Die Gäste warten. v.l.: Frau Parge, Frau Schäfers, Frau Schröder, Frau Janssen v.l.: Herr Fingerhut, Herr Dr. Becker, Frau Beckerv.l.: Herr Fingerhut, Herr Dr. Becker, Frau Becker


Annelene Heyermann, 1930 in Wesel geboren, übernahm schon als 16-Jährige ihre erste Mädchengruppe in der alten Schule am Fusternberg (dort, wo heute das Pfarrhaus steht). Sie lernte den Beruf der Erzieherin, schulte dann um auf Bankangestellte und kümmerte sich nach ihrer Heirat zunächst vor allem um ihre Familie, zu der bald zwei Kinder gehörten. Viele kennen sie noch aus ihrer Zeit als Mitarbeiterin in der kirchlichen Bücherei, die im Gemeindehaus an der Gnadenkirche untergebracht war. Als 1980 Pfarrer Butterweck anregte, einen Seniorenkreis zu gründen, übernahm sie die Leitung und engagierte sich 23 Jahre lang zunächst für die Ehepaare, später für die zurückbleibenden Witwen: Neben zwanglosen Treffen bei Kaffee und Kuchen gab es auch gut vorbereitete Themennachmittage und Ausflüge.

Pfarrer Thomas Brödenfeld und Eberhard Fricke mit PressevertreternPfarrer Thomas Brödenfeld und Eberhard Fricke mit Pressevertretern Sie freut sich auf die Verleihung: Annelene HeyermannSie freut sich auf die Verleihung: Annelene Heyermann


„(1991) fanden Sie, liebe Frau Heyermann, offensichtlich Ihre wahre Berufung. Sie übernahmen zum ersten Mal die Leitung eines Tanzkreises für Seniorinnen und Senioren an der Gnadenkirche,“  heißt es in der Laudatio. Später betreute Annelene Heyermann auch einen zweiten Tanzkreis am Lauerhaas, bis 2008 beide zusammengelegt wurden. Mit großer Freude, viel Schwung  und Engagement kümmert sie sich um den Seniorentanz, weil er nicht nur körperlich, sondern auch geistig fit hält. Der große Zulauf an Interessierten gibt ihr Recht. Auch die alljährlichen Freizeiten in Haus Haard sind sehr beliebt. Seit 2004 leitet Annelene Heyermann zusammen mit Ingrid Schäfers und Edith Janssen den „Offenen Treff“, bei dem in geselliger Runde gespielt wird.

Die stellvertretende Landrätin Christel Winterberg hat das Verdienstkreuz am Bande angesteckt. Rechts Bürgermeisterin Ulrike WestkampDie stellvertretende Landrätin Christel Winterberg hat das Verdienstkreuz am Bande angesteckt. Rechts Bürgermeisterin Ulrike Westkamp Frau Becker gratuliert mit einem BlumenstraußFrau Becker gratuliert mit einem Blumenstrauß


Von 1995 - 2007 war Annelene Heyermann Presbyterin an der Gnadenkirche. Auch mit 82 Jahren sucht sie sich stets neue Herausforderungen: So arbeitet sie in der Sütterlin-Stube im Mehrgenerationenhaus mit und übersetzt u. a. 200 Jahre alte Texte in die heutige Schrift. Gerade erst im Januar 2013 hat sie erfolgreich die Prüfung für das silberne Tanzabzeichen absolviert.

Kirchengemeinde Wesel und Annelene Heyermann - das ist eine gegenseitige Erfolgsgeschichte. Aus der Laudatio: „Ihre Kirchengemeinde hat mit Ihnen großes Glück gehabt, denn Sie haben sich jahrzehntelang vorbildlich eingebracht. Aber Sie haben mit Ihrer Gemeinde auch Glück gehabt, denn man hat Ihnen die Freiräume geschaffen, in denen Sie Ihre Ideen verwirklichen konnten.“

Herzlichen Glückwunsch zu dieser verdienten Auszeichnung!

 

Fotos: Ernst Heyermann

Herzliche Einladung zum Kirchen-Café!

Kaffee nach dem Gottesdienst - das hat an der Gnadenkirche eine lange Tradition. Neu ist, dass das Kirchen-Café nun regelmäßiger stattfindet. Und es gibt jetzt auch Tee!

Ein Angebot für Kaffeetrinker und TeeliebhaberEin Angebot für Kaffeetrinker und Teeliebhaber Frühlingsdeko auf den TischenFrühlingsdeko auf den Tischen

Bisher war es nicht ganz klar, ob es an einem bestimmten Sonntag Kaffee geben würde oder nicht. Im Bezirksausschuss wurde nun gemeinsam eine neue Regelung gefunden: An jedem zweiten und vierten Sonntag im Monat gibt es das Kirchen-Café als festes Angebot. Ab sofort kommen neben den Kaffeetrinkern auch Teeliebhaber auf ihre Kosten, denn es wird eine schöne Auswahl angeboten. Alles natürlich aus fairem Handel, denn dazu hat sich die Kirchengemeinde Wesel  verpflichtet.

Der einladende Vorraum der GnadenkircheDer einladende Vorraum der Gnadenkirche Der Weg von der Kirche zum Kirchen-Café ist kurzDer Weg von der Kirche zum Kirchen-Café ist kurz

Der Weg vom Gottesdienst zum Café ist ganz kurz! Im Vorraum sind die Tische neu angeordnet worden, so dass die Besucherinnen und Besucher leichter ins Gespräch kommen können. Je nach Jahreszeit wechselt die Dekoration, so dass der Vorraum der Gnadenkirche immer sehr einladend wirkt.

Seien Sie beim nächsten Mal doch auch dabei!

Einführung von Pfarrerin Heidrun Goldbach

Am Sonntag, 10. März 2013 wurde Pfarrerin Heidrun Goldbach in die 8. Pfarrstelle der Kirchengemeinde Wesel eingeführt. Sie hat nun eine reguläre Pfarrstelle an der Gnadenkirche inne. Die Gemeinde feierte das Ereignis mit einem schönen Gottesdienst und einem abendlichen Treffen im Gemeindehaus.

v.l.: Presbyterin Beate Schmidt, Pfarrerin Heidrun Goldbach, Superintendent Thomas Brödenfeld, Pfarrerin Susanne Kockv.l.: Presbyterin Beate Schmidt, Pfarrerin Heidrun Goldbach, Superintendent Thomas Brödenfeld, Pfarrerin Susanne Kock

Ein Jahr nach ihrer Einführung als Pfarrerin mbA wurde Heidrun Goldbach nun von Superintendent Thomas Brödenfeld in eine reguläre Pfarrstelle an der Gnadenkirche eingeführt. Aufgrund des veränderten Status wurde diese neue Einführung nötig. Zahlreiche Gottesdienstbesucherinnen und -besucher, einige auch aus anderen Gemeinden des Kirchenkreises, besuchten den Einführungsgottesdienst.

Hierbei spielte das Brot eine zentrale Rolle: Pfarrerin Goldbach predigte über Jesus als Brot des Lebens und hatte dafür einen Laib Brot in die Kanzel mitgenommen. Alle sollten aber Anteil an diesem Brot haben und so wurden Körbe durch die Reihen gegeben mit dem alten Gruß "Friede sei mit dir". Bei der Einführung durch den Superintendenten Thomas Brödenfeld, gleichzeitig ihr Kollege an der Gnadenkirche, assistierten Pfarrerin Susanne Kock und Presbyterin Beate Schmidt. Es schlossen sich zahlreiche Voten von Pfarrkollegen und Presbyterium an.

Auch der Kirchenkreis war vertreten: Hinten am Fenster sitzen Sigrid Amend-Eggers (Ringenberg-Dingden) und Ilsetraut Blankenagel (Schermbeck) vom KSVAuch der Kirchenkreis war vertreten: Hinten am Fenster sitzen Sigrid Amend-Eggers (Ringenberg-Dingden) und Ilsetraut Blankenagel (Schermbeck) vom KSV Das Pfarrteam an der Gnadenkirche: Pfarrer Thomas Brödenfeld und Pfarrerin Heidrun GoldbachDas Pfarrteam an der Gnadenkirche: Pfarrer Thomas Brödenfeld und Pfarrerin Heidrun Goldbach
Das kann sie gebrauchen: Roland Marx überreicht Heidrun Goldbach einen stabilen GeduldsfadenDas kann sie gebrauchen: Roland Marx überreicht Heidrun Goldbach einen stabilen Geduldsfaden Presbyterinnen und Presbyter des Bezirks Gnadenkirche bei ihrem SketchPresbyterinnen und Presbyter des Bezirks Gnadenkirche bei ihrem Sketch

Nach dem Gottesdienst ging es recht familiär im Gemeindehaus weiter, wo sich die Gäste bei Gulasch- und Käsesuppe gut unterhielten, aber auch die Grußworte aus dem Presbyterium, der katholischen Nachbargemeinde und von Pfarrer Brödenfeld anhörten. Dieser freute sich über die gute Zusammenarbeit mit der nun schon vertrauten Kollegin und die gute Ergänzung, die sie bedeutet. Die Presbyterinnen und Presbyter des Bezirks trugen einen Sketch vor, bei dem sie lauter nützliche Geschenke für Heidrun Goldbach parat hatten: Ein schnelles Auto für den Weg von Dorsten nach Wesel, eine Glühbirne für zündende Ideen bei der Predigtvorbereitung oder einen stabilen Geduldsfaden - nicht nur für die Arbeit mit den Konfirmandinnen und Konfirmanden. Eine gut gelaunte Heidrun Goldbach genoss genau wie die Besucher diese Feier. Eine fröhliche Heidrun Goldbach bei der Feier im GemeindehausEine fröhliche Heidrun Goldbach bei der Feier im Gemeindehaus

Jüngster Kirchenmusiker weit und breit

Milan Skusa darf sich nun „C-Kirchenmusiker“ nennen

Zur Kirchengemeinde Wesel gehört jetzt auch ein frischgebackener Kirchenmusiker mit gerade einmal 15 Jahren. Milan Skusa hat vor einigen Wochen seine Prüfung als Kirchenmusiker in Dinslaken und Düsseldorf erfolgreich bestanden. Das Orgelspiel allein sogar mit Bestnote. Der vielseitig begabte Schüler – er ist auch schon wiederholt Preisträger bei „Jugend musiziert“ gewesen -  hat damit eine zweijährige Ausbildung abgeschlossen. Er darf, sofern es die Zeit  als Schüler zulässt,  Gottesdienste mit Orgel und Klavier begleiten sowie Konzerte mitgestalten. Milan Skusa ist Schüler von Ansgar Schlei,  Organist und Kantor am Willibrordi-Dom.  In seinem Kurs zur Vorbereitung der C-Prüfung waren fast durchweg nur Erwachsene und er mit Abstand der jüngste.  Daran habe er sich aber schnell gewöhnt, sagt er. Nun freut er sich, demnächst die eine oder andere Orgelvertretung zu übernehmen. Als er vor zwei Jahren anfing, hatte er noch etwas Schwierigkeiten das Orgelpedal zu erreichen, nun aber  sei dieses Problem  automatisch mit dem Größerwerden auch gelöst.Milan Skusa an der Orgel in der Kirche am LauerhaasMilan Skusa an der Orgel in der Kirche am Lauerhaas

Er übt regelmäßig auf der Orgel an der Kirche am Lauerhaas und hat dort schon bei einigen Gottesdiensten und Veranstaltungen mitgewirkt. Auch  die große Marcussen-Orgel  im Dom hat er zum Beispiel bei der Churchnight für die Weseler Konfirmanden zum Klingen gebracht. So oder so: Milans Talent ist ein seltener Schatz für die Gemeindearbeit.

In einem Jahr zur Konfirmation – neue Struktur der Konfirmandenarbeit

Am 8.4. hat das Presbyterium Änderungen in der Konfirmandenarbeit auf den Weg gebracht ...

Am 8. April hat das Presbyterium unserer Gemeinde Änderungen in der Konfirmandenarbeit auf den Weg gebracht. Es reagiert damit vor allem auf die ‚Ausdehnung der Schule‘: Der Ganztagsbetrieb schränkt die freie Zeit der Jugendlichen immer stärker ein. So können inzwischen Konfi-Treffen freitags erst um 16.30 Uhr beginnen, da einige Konfirmanden bis 16.00 Uhr Unterricht haben. (Nur der Dienstagnachmittag soll in der 7. und 8. Jahrgangsstufe aufgrund einer Vereinbarung mit dem Kultusministerium unterrichtsfrei bleiben.) Zugleich steht die Konfirmandenarbeit zunehmend in Konkurrenz zu Angeboten von Sportvereinen, Musikschule oder vergleichbaren Einrichtungen.

Angesichts dieser Situation wird die Konfirmandenarbeit auf ein Jahr konzentriert. Sie beginnt für den nächsten Jahrgang im Juni 2014 für Jugendliche in der 7. Klasse (bzw. die zwischen dem 1.7.2000 und dem 30.6.2001 geboren sind) und endet mit den Konfirmationen im Mai 2015. Ihre Familien, so die Erfahrung aus unseren Nachbargemeinden nach der Einführung eines einjährigen Modells, können sich auf diesen Zeitraum besser einstellen. Die Anmeldungen finden daher auch erst im Frühjahr 2014 statt. Die betreffenden Familien werden dazu schriftlich eingeladen. Es wird also an jedem Kirchturm nur noch einen Konfirmandenjahrgang geben.

Die Konfi-Treffen werden dann wöchentlich (Gnadenkirche, Lauerhaas, Friedenskirche) bzw. monatlich samstags (Dom) stattfinden. Wo möglich werden die Jugendlichen nicht nur auf ‚ihren‘ Pfarrer bzw. ‚ihre‘ Pfarrerin treffen, sondern auch auf ehrenamtliche Mitarbeitende (Jugendliche und Erwachsene). Inzwischen gibt es ein Trainee-Programm der Evangelischen Jugend Wesel, das Jugendlichen nach der Konfirmation auf diese Mitarbeit vorbereitet.
Neben den regelmäßigen Treffen gehören zur Konfirmandenzeit verbindlich eine Konfi-Fahrt sowie zwei Konfi-Tage (z.B. Besuch des Friedensdorfes Oberhausen, der Merkez-Moschee in Duisburg oder des Anne-Frank-Hauses in Amsterdam), die zusammen mit den Jugendleitern bzw. der Jugendleiterin gestaltet werden.

Die Konfirmandenarbeit ist eine gute Gelegenheit für Jugendliche, mit dem Glauben Erfahrungen zu machen: Lernen geschieht oft durch Begegnung, etwa im Gemeindepraktikum oder bei einer Gottesdienstvorbereitung. Auf vielfältige Weise werden auch Themen wie Gottesdienst, Abendmahl oder Gebote erschlossen.

Geplant sind außerdem regelmäßige Jugendgottesdienste, die sich gezielt an Konfirmandinnen und Konfirmanden richten. Pro Jahr wird an jedem Kirchturm je ein Jugendgottesdienst angeboten.

Christoph Kock, Pfarrer

Unterwegs mit dem Kirchenchor

Der Kirchenchor Lauerhaas machte eine viertägige Tour im Harz

Der Kirchenchor Lauerhaas war kurz nach Ostern für einige Tage im Harz unterwegs. Mit 40 Personen erkundete man – organisiert von den Eheleuten Krieg – u.a. die Städte Goslar, Quedlinburg sowie Wernigerode und gestaltete zum Abschluss einen Gottesdienst in Hahnenklee mit.

Quartier bezog die Gruppe bei ihrer viertägigen Tour in einem Hotel in Goslar. Die frühere freie Reichsstadt Goslar  ist mit ihrer Altstadt und dem Erzbergwerk Rammelsberg Teil des "Weltkulturerbes der Menschheit". Von dort erkundeten die Reiseteilnehmer den Ostharz und besichtigten u.a. den Halberstädter Dom mit dem einzigartigen Domschatz. In Quedlinburg gab es fast 1000 Fachwerkhäuser in der historischen Altstadt zu bestaunen. Ein Erlebnis der besonderen Art war  am nächsten Tag die Fahrt mit der Harzer Schmalspurbahn auf den tiefverschneiten Brocken. Bei gefühlten  -14° und nur 5m Sicht landeten die Teilnehmer statt im Frühling mitten im Winter. Vom Bahnsteig aus war das nahe gelegene Brockenhaus nicht zu sehen. Zurück in Wernigerode gab es bei der Stadtführung Sonnenschein pur und endlich einen freien Blick auf den Berg der Hexen und Sagen. Abschluss und Höhepunkt bildete die Beteiligung am Gottesdienst in der Stabkirche Hahnenklee.Der Chor vor der berühmten Stabkirche in HahnenkleeDer Chor vor der berühmten Stabkirche in Hahnenklee

 

Interessante Meinungen zu Gottesdiensten und den neuen Anfangs-Zeiten

Der Redaktionskreis des Gemeindebriefs wertete Gottesdienstumfrage aus

Die im April durch eine Beilage im Gemeindebrief gestartete Gottesdienstumfrage ist inzwischen beendet und ausgewertet worden. Über 250 Gemeindeglieder haben an Ihr teilgenommen zum einen über das im Gemeindebrief beigelegte Formular und zum anderen über das Internet. Die Redaktion des Gemeindebriefs hat die Ergebnisse nun ausgewertet.

Die wichtigsten Ergebnisse der Gottesdienstumfrage im Einzelnen:

  1. Die Veränderung der Gottesdienstzeiten in der Evangelischen Kirchengemeinde Wesel von einem einheitlichen 10 Uhr-Termin hin zu zwei unterschiedlichen Zeiten 9.30 Uhr (Gnadenkirche, Friedenskirche) und 11 Uhr (Willibrordi-Dom, Kirche am Lauerhaas) wird mehrheitlich positiv gesehen. Knapp zwei Drittel der Gemeindeglieder befürworten die Veränderung, ungefähr ein Drittel trauern dem früheren einheitlichen 10-Uhr-Termin nach.
  2. Das Teilnahmeverhalten hat sich seit der Terminveränderung kaum verändert, einige wenige gehen nun häufiger oder seltener.
  3. Knapp 20 Prozent  wünschen sich regelmäßig Abendgottesdienste.
  4. Von den seit einigen Jahren stattfindenden besonderen Abendgottesdiensten ist  jeweils 35 Prozent der Umfrageteilnehmer der Nachteulengottesdienst und der Gospelgottesdienst durch einen Besuch bekannt geworden. 20% kennen jeweils den Meditativen Gottesdienst bzw. den Jugendgottesdienst durch eigene Teilnahme. In der Beliebtheitsskala steht der Gospelgottesdienst vor dem Nachteulengottesdienst. Es folgen knapp dahinter der Meditative Gottesdienst und der Jugendgottesdienst.
  5. Auf einer Werteskala von 1 bis 10 konnte man eintragen, wie hoch man selbst seine eigene Zustimmung zu dem „normalen“ Predigt- und Abendmahlsgottesdienst einschätzt. Im Durchschnitt bekam diese Form des Gottesdienstes 8 von 10 möglichen Punkten.
  6. Viele Teilnehmer haben einzelne Wünsche geäußert, die in die weiteren Überlegungen der  verschiedenen Gremien der Gemeinde einfließen werden.
  7. An der Umfrage beteiligten zu 60% Frauen und 40% Männer, 60% waren über 65 Jahre, 40% jünger.

Das Presbyterium wird in seiner Juli-Sitzung über die Frage beraten, wie nun weiter nach der Probephase von ca. eineinhalb Jahren verfahren werden soll.

 

Kirchentagssplitter

Eindrücke vom Kirchentag in Hamburg

Mehr als 130.000 Menschen nahmen am 34. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Hamburg Anfang Mai teil, darunter eine Gruppe aus dem Umkreis der Gruppe Intermezzo der Friedenskirche. Kirchentag in Hamburg – dazu gehörten Begegnungen, Musik, volle und manchmal überfüllte Veranstaltungen, eine spannende Stadt und (Gott sei Dank) bestes Wetter.
Interessant, wie unterschiedlich die Eindrücke der Gruppenmitglieder waren. Als sie sich abends im Hostel wiedertrafen, gab es viel zu erzählen. Einig waren sich alle, dass sich die Fahrt nach Hamburg gelohnt hat.
Christoph Kock, Pfarrer

Teilnehmer/innen aus Wesel in einer der Messehallen (Foto: Wilfried Bühnen)Teilnehmer/innen aus Wesel in einer der Messehallen (Foto: Wilfried Bühnen)

Wer teilnahm, war oft von vielen Menschen umgeben. Etliche aus der Gruppe trafen sich am Samstagabend in einer der Messehallen wieder und warteten u.a. auf den Kabarettist Eckart von Hirschhausen, seit dem Dresdener Kirchentag einer der Publikumsmagnete des Kirchentages.

 

Eckhart von Hirschhausen in Aktion (Foto: Wilfríed Bühnen)Eckhart von Hirschhausen in Aktion (Foto: Wilfríed Bühnen)
Markt der Möglichkeiten (Foto: Christoph Kock)Markt der Möglichkeiten (Foto: Christoph Kock) Stand der Initiative INKOTA (Foto: privat)Stand der Initiative INKOTA (Foto: privat)
Auf dem Markt der Möglichkeiten stellen sich 800 Einrichtungen, Vereine und Initiativen vor. Am Stand der Initiative INKOTA entdeckte Pfarrer Kock (links) ein riesiges Überraschungsei, das über die Ausbeutung bei der Schokoladenherstellung informiert. Mit Christine Müller (rechts) vom Kirchlichen Entwicklungsdienst der sächsischen Kirche kam er über die Weseler Aktion „Die dunkle Seite der Schokolade“ ins Gespräch und tauschte Erfahrungen aus.
Zum Kirchentag gehört Musik. Hier einer der vielen Gospelchöre, die zu hören waren. (Foto: Wilfried Bühnen)Zum Kirchentag gehört Musik. Hier einer der vielen Gospelchöre, die zu hören waren. (Foto: Wilfried Bühnen) Abschlussgottesdienst im Hamburger Stadtpark (Foto: Wilfried Bühnen)Abschlussgottesdienst im Hamburger Stadtpark (Foto: Wilfried Bühnen)


 

Neuer Kirchenschmuck in der Kirche am Lauerhaas am Tag des Jubiläums

Zum 85-jährigen Bestehen der Frauenhilfe Lauerhaas wurden auch die neuen Paramente vorgestellt

Die evangelischen Kirchen am Niederrhein sind in der Regel nicht durch opulente Innenausstattung berühmt sondern eher durch schlichte Gestaltung, damit die Konzentration auf das Wort Gottes gewahrt bleibt. Die Kirche am Lauerhaas hat aber nun einen neuen farblichen und künstlerischen Akzent bekommen: die Paramente an Kanzel und Altar wurde von der Textil-Künstlerin Elke Schmidt aus Offenhausen neu gestaltet und die "Möbel" selbst wurden von der Schreinerei Hemsteg neu aufbereitet. All das konnte der Gemeinde am Sonntag, 9. Juni, im Gottesdienst präsentiert werden. Pfarrer Holthuis predigte über ein Bibelwort aus Psalm 103, das er  ganz im Sinne der Gestaltung des Paraments ausgewählt hatte: "Der Mensch ist wie Gras und Blume" ... Das neue Parament an der KanzelDas neue Parament an der Kanzel. Das Parament zeigt dabei - von der liturgischen Grundfarbe "grün" ausgehend das Motiv von sich im Wind wiegenden Grashalmen, die gleichzeitig symbolisch für die "Zartheit" und "Vergänglichkeit" des Menschen stehen. Außerdem wird durch die Botschaft der Bibel deutlich, dass dem Menschen auch die Liebe und die Ewigkeit Gottes zugesagt ist, wenn er sich ihm zuwendet.

Gleichzeitig wurde in dem Gottesdienst  mit den Frauen der Frauenhilfe am Lauerhaas das 85-jährigen Bestehen der Frauenhilfe bedacht und anschließend im Gemeindezentrum mit vielen Gästen aus benachbarten Frauenhilfen gefeiert. Ursula Hanke, als derzeitige Vorsitzende der Frauenhilfe, wurde für ihren beispiellosen Einsatz geehrt. Die anderen Mitglieder der Frauenhilfe erhielten ebenfalls als "Dankeschön" symbolisch eine Rose überreicht.Ulla Hanke (links) als Vorsitzende der Frauenhilfe Lauerhaas spricht über die Frauenhilfe, Pfarrer Albrecht Holthuis hört mit den anderen Anwesenden zu.Ulla Hanke (links) als Vorsitzende der Frauenhilfe Lauerhaas spricht über die Frauenhilfe, Pfarrer Albrecht Holthuis hört mit den anderen Anwesenden zu. In den Ansprachen wurde daran erinnert, auf welch vielfältige Weise, die Frauenhilfe in der Gemeindearbeit im Dienst der Nächstenliebe tätig war. Es wurden zahlreiche Besuche bei kranken und alten Menschen gemacht, viele Gemeindeveranstaltungen mit vorbereitet und durchgeführt. In früheren Zeiten, als es kaum staatliche Unterstützung in Notfällen gab, war die Frauenhilfe das Netz der Hilfe für jedermann. Auch heute engagieren sich Frauen in der Frauenhilfe mit Engagement und finanziellen Mitteln. So wurde u.a. das Parament sehr stark durch die Frauen der Frauenhilfe mitfinanziert. Insofern passten beide Anlässe für diesen Festgottesdienst - so Pfarrer Holthuis und Presbyterin Renate Brützel - sehr gut zusammen.Die Gäste aus den Frauenhilfen im GemeindezentrumDie Gäste aus den Frauenhilfen im Gemeindezentrum

 

 

"Ach, Glück" - Literaturgottesdienst in der Gnadenkirche

Am Sonntag, 16. Juni 2013 fand der zweite Literaturgottesdienst in der Gnadenkirche statt. Diesmal ging es um die Suche nach dem Glück.

Pfarrerin Heidrun Goldbach hatte die Idee zu diesem GottesdienstPfarrerin Heidrun Goldbach hatte die Idee zu diesem Gottesdienst Schauplatz des Geschehens: Die GnadenkircheSchauplatz des Geschehens: Die Gnadenkirche

Im Mittelpunkt stand der Roman von Monika Maron „Ach Glück“, den Pfarrerin Heidrun Goldbach für diesen Gottesdienst vorgeschlagen und mit dem Team erarbeitet hatte. Maron beschreibt vier Personen, die jede auf ihre Weise auf der Suche nach dem Glück sind. Wie sieht Glück aus? Und kann man es festhalten?

Nach einem liturgischen Teil, u. a. mit einer modernen Übersetzung des Psalm 1, führte Beate Schmidt in den Roman ein und leitete die Gottesdienstbesucher auch weiter durch das Buch. Zu ihren Füßen lag der Hund Bredow, der im Roman eine wichtige Rolle spielt. Drei Mitarbeitende des Bezirks Gnadenkirche übernahmen das Vorlesen: Roland Marx (unverkennbar russisch: Igor), Ulrike Schweiger-Lewin (Johanna) und Maria Wille (Ellie). Besonders schön war, dass diesmal wieder ein Gast für die Lesung gewonnen werden konnte: Herr Jürgen Knorr, bekannt vom Bürgerfunk des Kreises Wesel auf Radio K.W., las die Passagen des Achim.

Das Vorlese-Team, v. l. Beate Schmidt, Ulrike Schweiger-Lewin, Jürgen Knorr, Maria Wille, Roland MarxDas Vorlese-Team, v. l. Beate Schmidt, Ulrike Schweiger-Lewin, Jürgen Knorr, Maria Wille, Roland Marx Die zum Roman passende DekorationDie zum Roman passende Dekoration
Beate Schmidt mit dem Hund "Bredow"Beate Schmidt mit dem Hund "Bredow" Ulrike Schweiger-Lewin las die "Johanna"Ulrike Schweiger-Lewin las die "Johanna"

Als Atempause zwischen den Lesungen gab es zahlreiche schöne Musikstücke, dargeboten von den beiden jungen Saxophonisten Jannik und Philipp Landers sowie Giuli Topuridze, die Orgel und Geige spielte. Natürlich durfte auch das bekannte "Don't worry, be happy" nicht fehlen, das die Gäste in die Pause begleitete. Im Vorraum der Gnadenkirche erwarteten sie leckere Schnittchen, die die Männerköche vorbereitet hatten, sowie Wasser und Wein.

Jürgen Knorr und Roland Marx lasen "Achim" und "Igor"Jürgen Knorr und Roland Marx lasen "Achim" und "Igor" Maria Wille las die "Elli"Maria Wille las die "Elli"
Jannik und Philipp Landers erfreuten die Gäste mit schönen SaxophonstückenJannik und Philipp Landers erfreuten die Gäste mit schönen Saxophonstücken Guili Topuridze sorgte mit harmonischen Orgel- und Geigenstücken für eine schöne AtmosphäreGuili Topuridze sorgte mit harmonischen Orgel- und Geigenstücken für eine schöne Atmosphäre

Pfarrer Thomas Brödenfeld stellte in einer kleinen Ansprache Gedanken zum Thema "Glück" vor, bevor die Seligpreisungen und der Segen den Gottesdienst beendeten.

Wer nach dem Besuch des Literaturgottesdienstes Lust bekommen hat, noch mehr von Monika Maron, die bis 1988 in der DDR lebte, zu lesen, hat dazu ausreichend Gelegenheit, denn sie hat über zehn Romane geschrieben. Stöbern Sie doch einmal im Internet oder in einem Weseler Buchladen!

 

Fotos: Volker Schmidt und Manfred Lewin

Zwei „echt coole“ Aufführungen!

Der Kinderchor am Lauerhaas begeisterte mit dem Joseph-Musical

In der beide Male restlos besetzten Lauerhaas-Kirche führte der Kinderchor am 28. Und 29. Juni das Kindermusical „ Joseph – ein echt cooler Träumer“ auf,  eine Erzählung frei nach dem Alten Testament  mit der Musik und in der Sprache von heute.

Joseph (Felix Jung und Jonah Bauer) ist  einer der zwölf Söhne Jakobs (Felix Lang) der Lieblingssohn seines Vaters. Auch seine Begabung, Träume zu deuten, macht ihn bei seinen Brüdern nicht beliebter. Er wird von ihnen überwältigt und als Sklave nach Ägypten verkauft. Dort steigt er zunächst zum Hausverwalter von Potifar, dem Sicherheitschef des Pharaos, auf. Dessen Frau Suleika (Caroline Wittler)  will ihn verführen. Er weist sie zurück, wird dafür von ihr denunziert und landet im Gefängnis. Durch glückliche Umstände gewinnt er die Gunst des Pharaos. Seine Vorhersage der sieben „fetten“ Jahre und der folgenden Hungersnot führt dazu, dass er als Statthalter in dieser Zeit Speicherung und Ausgabe des Getreides überwacht. Während der Hungersnot kommen seine Brüder zu ihm, erkennen ihn aber nicht.  Er  erkennt sie sofort und nach einer Prüfung, ob sie aus ihrem Fehler gelernt haben, findet die Familie wieder zusammen.Joseph im alten Ägypten.Joseph im alten Ägypten.

Die Geschichte über Träume,  Leidenschaft, Verrat, Lüge, Vergebung und Liebe bietet alles, was man sich für eine Geschichte aus dem Orient vorstellt: Kamele, Schleiertänze, eine verführerische Frau, einen Pharao und die entsprechende Musik. Unter der Leitung von Stephanie Bauer, die von Anna Fernandes, Eva Holthuis, Sabine Labeda und Tabea Lacks unterstützt wurde, sangen, rappten, tanzten und schauspielerten  die 30 Mädchen und Jungen zwischen 6 und 12 Jahren gut eine Stunde mit vollem Einsatz. Die Solisten  beherrschten ihre Melodien erstaunlich sicher und auch die Schauspielerei gelang den Akteuren überzeugend. Eine mitreißende Aufführung! Das Publikum klatschte begeistert und so gab es am Ende als Zugabe noch einmal das Lied vom „echt coolen Träumer“.Auch der Gesang war beeindruckend.Auch der Gesang war beeindruckend.

Die Sammlungen  am Ausgang erbrachten  fast 600€, die zu je einem Drittel als Spende an  die Kindernothilfe Wesel bzw.  an das „Früchteprojekt der Eine-Welt-Gruppe Wesel“ und zur Unterstützung der Chorarbeit verwendet werden

Nach den Sommerferien beginnt ein neues Projekt, Anfang September gibt es schon eine Wochenendfreizeit in Hagen. Der Chor probt wöchentlich donnerstags von 17.00 Uhr bis 18.00 Uhr, Kinder ab 6 Jahren sind als Mitsängerinnen und Mitsänger willkommen.  Kontakt: St. Bauer, Tel. 89460 und E. Holthuis, Tel. 51028

Ein Dankeschön für die Mitarbeitenden

Alle haupt-, neben- und ehrenamtlich an der Gnadenkirche Tätigen waren am Sonntag, 14. Juli zu einem Brunch im Gemeindehaus eingeladen.

Bisher gab es jedes Jahr im Sommer ein Grillfest als Dankeschön für all die Menschen, die das ganze Jahr über viel Zeit und Engagement in die Arbeit für die Kirchengemeinde stecken. In diesem Jahr wurde mit dem Brunch etwas Neues angeboten. Nach einem Begrüßungssekt bedienten sich alle am Büffet, das neben einer schönen Wurst- und Käseauswahl auch leckere Antipasti und einen süßen Nachtisch bot. Pfarrerin Heidrun Goldbach hatte die angebotenen Erdbeeren gerade frisch in ihrem eigenen Garten gepflückt. Die Gäste hatten ausgiebig Gelegenheit sich auszutauschen, bevor nun viele in den Sommerurlaub aufbrechen und das Gemeindeleben etwas ruhiger wird.

Nach dem Gottesdienst hatten alle HungerNach dem Gottesdienst hatten alle Hunger Die Antipasti als Mittelpunkt des BüffetsDie Antipasti als Mittelpunkt des Büffets
An allen...An allen... gutbesetzten Tischen...gutbesetzten Tischen...
ließen es sich die Gäste schmeckenließen es sich die Gäste schmecken Marlies Karrer teilte Suppe aus. Marlies Karrer teilte Suppe aus.

 

Voraus gegangen war ein Gottesdienst, in dem Pfarrerin Goldbach und Pfarrer Brödenfeld die Gemeinde mit einigen spannenden Neuerungen überraschten: So wurden statt der gewohnten Liturgie modernere Lieder gesungen, die jeweils mit Elena Lebedeva an der Orgel eingeübt wurden. Und statt sich wie sonst bei der Predigt zurücklehnen und in die Rolle des Zuhörers zurückziehen zu können, waren die Gottesdienstbesucherinnen und -besucher im "Bibliolog" gefordert: Wer wollte, konnte in die Rolle von Petrus, Andreas oder Jesus schlüpfen und sich seine eigenen Gedanken machen über die bekannte Geschichte, in der Petrus versucht übers Wasser zu laufen. Viele äußerten sich positiv zu diesem Versuch, den traditionellen Gottesdienst auch einmal etwas anders zu gestalten.

Mittendrin. Gemeinde mit Herz

Gemeindefest rund um die Friedenskirche

Am 7. Juli feierten viele Menschen ein sonniges Gemeindefest rund um die Friedenskirche. Das Fest unter dem Motto "Gemeinde mit Herz" begann mit einem Gottesdienst für Große und Kleine, in dem die Chöre der Friedenskirche und der Herz-Jesu Kirche gemeinsam sangen und Einblicke in eine Schatzkiste möglich waren.
"Denn wo dein Schatz ist, da wird auch dein Herz sein", sagt Jesus in der Bergpredigt.
Bis zum späten Nachmittag gab es dann ein abwechslungsreiches Programm im Innenhof der Friedenskirche und dem angrenzenden Marktplatz. Auf der Bühne waren De Hönxer Saxophone zu hören, der Bläserchor Feldmark (zuweilen unterstützt durch einen alten Traktor) sowie der Frauenchor 77. Außerdem konnte ein Improvisationstheater erlebt werden.
Für die Kinder hatten die Evangelische Jugend Wesel und die Pfadfinder Her-Jesu ein buntes Mitmachprogramm rund um das Motto vorbereitet. Viele Jugendliche waren dabei in Aktion. Die KiTa Friedenskirche lud regelmäßig in ihr Märchenzelt ein. Ein Fotoquiz brachte viele in Bewegung, mussten doch Details rund um die Friedenskirche genau in Augenschein genommen werden. Außerdem war Zeit für Begegnungen und Gespräche, Stöbern im Eine-Welt-Laden, ...
Möglich wurde dieses gelungene Fest durch das Engagement zahlreicher Ehrenamtlicher, die an vielen Stellen beherzt mitangefasst haben - beim Grillen, im Getränkewagen, in der Küche, am Büffet, an den Ständen ... Allen, die ein Herz für unsere Gemeinde hatten und zum Gelingen des Festes beigetragen haben, an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön!
Susanne und Christoph Kock

Ein Rückblick in Bildern (Fotos: Corinna Bröcker)

Ökumene in Aktion: Chöre der Friedenskirche und der Herz-Jesu-KircheÖkumene in Aktion: Chöre der Friedenskirche und der Herz-Jesu-Kirche Presbyterin Heike Luschnat erklärt, warum die BasisBibel ein Schatz für sie ist.Presbyterin Heike Luschnat erklärt, warum die BasisBibel ein Schatz für sie ist.
Wertmarkenverkauf und die rote Kiste für die Lösungen des Foto-QuizWertmarkenverkauf und die rote Kiste für die Lösungen des Foto-Quiz Diese Preise konnte man beim Quiz gewinnen.Diese Preise konnte man beim Quiz gewinnen.
Im Märchenzelt der KiTa-FriedenskircheIm Märchenzelt der KiTa-Friedenskirche Hier konnten Kinder kreativ sein ...Hier konnten Kinder kreativ sein ...
... und beim Wikinger-Kegeln war Geschicklichkeit gefragt.... und beim Wikinger-Kegeln war Geschicklichkeit gefragt. Das Gemeindefest als Treffpunkt. Hier sind zwei ehemalige Kollegen im Gespräch.Das Gemeindefest als Treffpunkt. Hier sind zwei ehemalige Kollegen im Gespräch.
Der Bläserchor Feldmark ...Der Bläserchor Feldmark ... unterstützt durch Lanz Bulldog, der den Takt angibt.unterstützt durch Lanz Bulldog, der den Takt angibt.
Improvisation: Theater auf ZurufImprovisation: Theater auf Zuruf Vier Männer vom Grill nach schweißtreibender ArbeitVier Männer vom Grill nach schweißtreibender Arbeit

 

Hans-Walter Boelitz verstorben

Langjährig als Pfarrer an der Kirche am Lauerhaas tätig

Pfarrer i.R Hans-Walter Boelitz ist am 22. Juli  im Alter von 82 Jahren verstorben. Er war viele Jahre als Pfarrer und Seelsorger in der Kirchengemeinde Wesel sowie im Kirchenkreis Wesel tätig. Von 1971 bis 1993 war er Pfarrer in der Evangelischen Kirchengemeinde Wesel und für den Pfarrbezirk der Kirche am Lauerhaas zuständig. Hans-Walter Boelitz enstammte einer Familie, in der mehrere Mitglieder verschiedener Generationen als Pfarrer am Niederrhein tätig waren. Sein Großvater war Pfarrer am Willibrordi-Dom, sein Vater war Pfarrer in der Gemeinde Spellen. Er selbst hatte seine erste Pfarrstelle in Essen, bevor er dann 1971 nach Wesel wechselte. In den über zweiundzwanzig Jahren seines Pfarrdienstes in der Kirchengemeinde und im Kirchenkreis Wesel hat Pfarrer Hans-Walter Boelitz mit hohem Engagement, großem Sachverstand und treuer Liebe zu den ihm anvertrauten Menschen gewirkt. Nach seinem Ruhestand blieb er zusammen mit seiner Frau Erika in Wesel wohnhaft, zuletzt  in unmittelbarer Nähe zur Gnadenkirche. Auch im Ruhestand blieb er mit der Gemeinde eng verbunden, sprach noch vor einiger Zeit zum 80-jährigen Jubiläum der Kirche am Lauerhaas (s. Foto).Pfarrer Hans Walter Boelitz bei einer Ansprache zum 80-jährigen Bestehen der Kirche am Lauerhaas im April 2011Pfarrer Hans Walter Boelitz bei einer Ansprache zum 80-jährigen Bestehen der Kirche am Lauerhaas im April 2011. Er hinterlässt eine Ehefrau und fünf Kinder. Eine große Gemeinde verabschiedete sich von ihm anlässlich seiner Beerdigung am 29.7. in Wesel und des Trauergottesdienstes in der Kirche am Lauerhaas, den Superintendent Thomas Brödenfeld hielt. Das Leitwort war dabei ein Wort aus dem Kolosserbrief 3,17:„Alles, was ihr tut mit Worten und Werken, das tut alles in dem Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn.“

 

 

 

 

Viel Miteinander und Füreinander

Gemeindefest am Lauerhaas mit buntem Treiben in und um die Kirche

Das Miteinander und Füreinander prägte das Gemeindefest am Lauerhaas am Sonntag, 15. September. Im Gottesdienst musizierten der GospelTrain und eine Musikgruppe aus Geige, Piano und Posaune; Konfirmanden wurden getauft und erinnerten die anderen aus der Gruppe an deren Taufe. Ein Anspiel zeigte, was das Gegeneinander von Organen bewirken kann und in der Predigt ging es darum, dass Leib und Glieder so zusammengehören wie die Gemeinde vor Ort und weltweit.Bei der Tombola waren bald die Lose zugunsten des Friedensdorf Oberhausen verkauft, was über 500 Euro einbrachte.Die Kita war für alle geöffnet, das Team der Erzieherinnen führte u.a. ein Theaterstück auf, was viel Anklang fand ("Gestatten Froschkönig"). Nach dem Gottesdienst gelang es dem GospelTrain und auch dem Kinderchor vom Lauerhaas das Publikum zu begeistern. Ein besonderer Höhepunkt waren auch die verschiedenen Tanzeinlagen von "Mad Tune" von Creadance Wesel sowie dem Seniorentanzkreis von Annelene Heyermann. Schön, dass es gelang, einmal jung und alt gemeinsam zum Tanzen zu bringen.Miteinander: Der Seniorentanzkreis und Mitglieder der Tanzgruppe "Mad Tune"Miteinander: Der Seniorentanzkreis und Mitglieder der Tanzgruppe "Mad Tune"

Schließlich waren auch die Clowns da und all die anderen die halfen, das fürs leibliche Wohl immer ausreichend Leckeres angeboten werden konnte und natürlich die zahlreichen Gäste. Das Wetter war schließlich auch auf gute Laune eingestellt, so dass es wirklich ein fröhliches Miteinander und Füreinander sein konnte.

Sängerinnen vom GospelTrain.Sängerinnen vom GospelTrain. Auch der Kinderchor trat auf.Auch der Kinderchor trat auf. "Mad Tune" von der Tanzschule Credance"Mad Tune" von der Tanzschule Credance
Sie machten mit beim Anspiel: Dieter Skusa und Petra Ebbert.Sie machten mit beim Anspiel: Dieter Skusa und Petra Ebbert. Der SeniorentanzkreisDer Seniorentanzkreis Clowns am Grill.Clowns am Grill.
Szene vom Theaterstück "Gestatten Froschkönig" in der Kita am Lauerhaas.Szene vom Theaterstück "Gestatten Froschkönig" in der Kita am Lauerhaas. Kinder auf dem Gemeindefest.Kinder auf dem Gemeindefest. Teens auf dem Gemeindefest.Teens auf dem Gemeindefest.
     

 

Vor 80 Jahren: Kirchenkampf in Wesel

Das Weseler Presbyterium in der Zeit des Nationalsozialismus

Pfarrer Albrecht Holthuis hat die Protokollbücher des Presbyteriums in der Zeit des Dritten Reichens studiert und dazu einen Aufsatz verfasst. Die wichtigsten Auszüge veröffentlichen wir hiermit parallel zum Erscheinen des neuen Gemeindebriefs.

Wie in vielen Teilen des Deutschen Reiches kam es im Zusammenhang mit der Machtübernahme Hitlers und dem Beginn des „Dritten Reiches“ 1933 auch in Wesel zu einem „Kirchenkampf“ innerhalb der Evangelischen Kirchengemeinde Wesel. Gemeint ist damit vor allem der Konflikt zweier Lager innerhalb der Evangelischen Kirche im Dritten Reich, die sich im Zuge der Auseinandersetzung mit  dem Nationalsozialismus und seinem Totalitätsanspruch gebildet hatten. Auf der einen Seite stand die den Nationalsozialisten nahestehende  „Glaubensbewegung deutscher Christen“ (DC), auf der anderen Seite bildete sich die „Bekennende Kirche“ (BK). Innerhalb des Weseler Presbyteriums gab es sichtbare Gräben zwischen der einen oder der anderen Seite. In den Jahren ab 1936 entwickelte sich der „Kirchenkampf“ zu einem  Konflikt zwischen nationalsozialistischen Staatsideologie und Evangelischer Kirche. Im folgenden sollen die wichtigsten Entwicklungen innerhalb dieses Weseler Kirchenkampfes aufgrund von Protokollnotizen der Sitzungen des Presbyteriums aus dieser Zeit nachgezeichnet und gedeutet werden.Die Protokollbücher des PresbyteriumsDie Protokollbücher des Presbyteriums

Situation am Vorabend der Machtergreifung Hitlers

Schon einige Zeit vor der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten hat das Presbyterium das Gemeindehaus – zu der damaligen Zeit ein Vorzeige-Haus für öffentliche Veranstaltungen – für Parteiversammlungen vermietet. Insbesondere die gerade entstandene Ortsgruppe der NSDAP macht sich dieses zu Nutze und führt dort Veranstaltungen mit bis zu 700 Besuchern durch und steigert so ihr Wählerpotential.Das Gemeindehaus der Evangelischen Kirchengemeinde Wesel in der VorkriegszeitDas Gemeindehaus der Evangelischen Kirchengemeinde Wesel in der Vorkriegszeit

Die Kirchenwahlen vom November 1932 verschaffen den inzwischen gegründeten Deutschen Christen schon 1049 von 2800 Stimmen und damit einen beträchtlichen Einfluss im Presbyterium.

Sternstunden für die Deutschen Christen

Nah der Machtergreifung Hitlers im Januar 33 wird klar, wie sehr sich die Situation im Presbyterium zugunsten der Deutschen Christen verschoben hat.

Ein erster Hinweis in dieser Richtung ist bereits die nächste Sitzung nach der Machtergreifung am 7.3.33. Dort kann sich der Kreisleiter der Glaubensbewegung „Deutscher Christen“ mit seinem Antrag auf einen  besonderen Gottesdienst durchsetzen. Dieser soll „für die gnädige Bewahrung vor dem Bolschewismus  danken und Gottes Segen für die Arbeit der Regierung“ erbitten.  Auch ein Gedenkgottesdienst zum Jahrestag der Machtübernahme wird in einer außerordentlichen Sitzung am 27. Januar 1934 befürwortet.

Im Juli 1933 kommt es zu einer außerordentlichen Neuwahl des Presbyteriums, die „von der Regierung, die die Gunst der Stunde nutzen wollte, kurzfristig angeordnet worden“ war. Als einziger Wahlvorschlag wird eine Einheitsliste  der „Glaubensbewegung Deutscher Christen“ von 25 Bewerbern vorgelegt.  Da nur dieser einzige Wahlvorschlag existiert, sind damit alle 25 Bewerber zu Presbytern gewählt. Am 19. September 33 wird Pfarrer Helmut Bertrams aus Mehr als Nachfolger von Pfarrer Johannes Boelitz in die Pfarrstelle an der Willibrordi-Kirche gewählt. Er wird in den nächsten Jahren zu einem der wichtigsten Förderer der Deutschen Christen in der Evangelischen Kirchengemeinde werden.Blick auf den Willibrordi-Dom vom Entenmarkt aus (Foto aus den 30er Jahren)Blick auf den Willibrordi-Dom vom Entenmarkt aus (Foto aus den 30er Jahren)

Im Januar 1934 werden verschiedenen mit der NSDAP verbundenen Kampfverbänden wie der SA und der SS besondere Plätze in der Willibrordi-Kirche zu einem geordneten Besuch des Gottesdienstes zugestanden.

Die Eingliederung der kirchlichen Jugend in die HJ (Hitlerjugend) und in den  BDM (Bund Deutscher Mädel), die Reichsjugendpfarrer Zahn fordert, wird vom Presbyterium in der Sitzung am 15.2.34 befürwortet und vollzogen. Am 8. April 1934 wird für den ausscheidenden Pfarrer Friedrich Hunger   Elias Brauer als neuer Pfarrer eingeführt. Beim Gottesdienst ist eine Fahnenabordnung der NSDAP anwesend, auch HJ und BDM nehmen an der Einführungsfeier im Evangelischen Gemeindehaus teil.Blick vom Dach des Domes zum alten Rathaus (Foto aus den 30er Jahren)Blick vom Dach des Domes zum alten Rathaus (Foto aus den 30er Jahren)

Kirchenkampf im Weseler Presbyterium

Wenn auch in den eineinhalb Jahren seit der Machtergreifung Hitlers die Anhänger der Deutschen Christen sich in allen strittigen Fragen durchsetzen können, so bildet sich doch recht bald auch innerhalb des Presbyteriums in Gestalt der Pfarrer Emil Tappenbeck und  Wilhelm Over eine deutliche Opposition. Die Streitigkeiten entzünden sich an den kirchenpolitisch unterschiedlichen Meinungen innerhalb des Pfarrkollegiums. Aber auch theologische Unterschiede – ausgelöst durch die Kampagne der Deutschen Christen, das „jüdische Erbe“ der Bibel abzustoßen, treten offen zu Tage. Pfarrer Tappenbeck hält  am 29.11.33 in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Presbyteriums  trotz Protest der Anwesenden auf der Versammlung der Gemeindevertreter an seinem Plan fest, einen Vortrag zu halten. Er trägt den Titel: „Jüdisches, allzujüdisches in der Bibel?!“ 28 von 57 anwesenden Personen verlassen darauf die Sitzung. Auch wenn nicht bekannt ist, welche Ausführungen Emil Tappenbeck zu diesem Thema an jenem Abend gemacht hat, so ist doch offensichtlich, dass sich sein Referat in kritischer Weise auf die gerade zuvor stattgefundene Sportpalastkundgebung der Deutschen Christen in Berlin bezog, bei der u.a. die Abschaffung des kompletten jüdischen Erbes in Bibel und christlicher Lehre gefordert wurde.

Während Tappenbeck sich  mit seinem Vortrag, der sehr wohl an der jüdischen Tradition der Bibel orientiert ist,  als Sympathisant  der Bekennenden Kirche zu erkennen gibt,  sind Pfarrer Helmut Bertrams (1933-48 Pfarrer in Wesel)  und Pfarrer Elias Brauer (1934-35)  inzwischen klar mit den Zielen der Glaubensbewegung Deutscher Christen (DC) verbunden. Von Bertrams ist bekannt, dass er Mitglied der D.C. wurde, von Brauer ist es zu vermuten. Sie werden vom Presbyterium am 26.4.34 beauftragt, im Namen der Glaubensbewegung Deutscher Christen „volksmissionarische Kurse“ im Evangelischen Gemeindehaus abzuhalten. Im Juni 34 fordert  der Vorsitzende Pfarrer Bertrams und mit ihm das Presbyterium die Absetzung seines Kollegen Tappenbeck. Im Hintergrund steht der Vorwurf, Tappenbeck halte sich nicht an die Beschlüsse des Presbyteriums und gebe z.B. Nachrichten an eine kirchliche Zeitschrift („Sonntagsblatt“) weiter, die den Kirchenstreit schüre und offensichtlich die Positionen der BK vertritt. Man habe deshalb den Kontakt zu dieser Zeitung abgebrochen, woran sich Tappenbeck aber offensichtlich nicht halte. Außerdem wird  Tappenbeck vorgeworfen, dass er nicht die  vom Superintendenten ausgesprochene Warnung vor der freien Synode in Barmen von der Kanzel verlesen habe.

Der Streit schwelt einige Monate weiter und führt zu hohen Emotionen. Letztendlich kehrt im November 34 ein vorläufiger Burg-Frieden wieder ein, als Pfarrer Tappenbeck zusammen mit Pfarrer Over erklärt,  „mit den anderen Kollegen in allen unser Gemeindeleben betreffenden Dingen auf der Grundlage der  Rheinisch-Westfälischen Kirchenordnung zusammenarbeiten und alles tun (zu) wollen, daß der kirchenpolitische Gegensatz nicht zu einem persönlichen werde.“Pfarrer Emil TappenbeckPfarrer Emil Tappenbeck

Distanzierung und Konfrontation: Die Kirchengemeinde verteidigt sich gegen antichristliche Propaganda

In den folgenden Jahren wird deutlich, dass das Presbyterium nun mehr und mehr die kritische Haltung des nationalsozialistischen Staates zur Kirche  bewusst wird und die NS-Vertreter in Gestalt der Deutschen Christen das Presbyterium verlassen und stattdessen den Kirchenaustritt propagieren.

 So protestiert das Presbyterium in einem Schreiben an alle Gemeindeglieder im Januar 1937 gegen die von führenden Nationalsozialisten unterstützte Austrittsbewegung. Dort heißt es u.a. „Es ist nicht tragbar, wenn unverhohlen zum Austritt aus der Kirche aufgefordert wird.“ Letztendlich war das Gemeindeschreiben ein verzweifelter Versuch, die die Gemeindeglieder zum Verbleib in der Kirche zu überzeugen. Doch die Austrittsbewegung (mit über 1500 Austritten in fünf Jahren!) konnte dadurch in Wesel vorerst nicht gestoppt werden.

Offener Widerstand durch Pfarrer Heinrich Schmitz

Mit Pfarrer Heinrich Schmitz, der am 8. September 1943 erstmals eine Sitzung des Presbyteriums besuchte, kam ein Pfarrer in die Kirchengemeinde Wesel, der eine besonders radikal ablehnende Haltung gegenüber dem NS-Staat einnahm. Er war nach Wesel geschickt worden, um dort die freie  Pfarrstelle an der Lauerhaas-Kirche in Obrighoven  zu besetzen. Schmitz war schon in den Jahren zuvor vielfach in Konflikte mit den Nationalsozialisten verwickelt gewesen.

Auf seiner ersten Sitzung im Presbyterium fordert er „das Geläute bei nicht kirchlichen Beerdigungen ausgetretener Personen(…) abzulehnen.“ Schmitz will offensichtlich verhindern, dass die ausgetretenen und ehemaligen Gemeindeglieder, die größtenteils Anhänger des Nationalsozialismus waren, im Falle ihres Todes nicht noch besonders durch das Glockengeläut gewürdigt werden. Schon wenige Monate später am 20. Juni 1944 findet sich eine  lapidare aber unmissverständliche Mitteilung: „Am 16. Juni ist Herr Pfarrer Schmitz durch die Geheime Staatspolizei verhaftet und dem Gefängnis in Emmerich zugeführt worden.“Pfarrer Heinrich SchmitzPfarrer Heinrich Schmitz

Nach einigen Zwischenstationen wird er schließlich im Dezember 1944 in das Konzentrationslager Dachau bei München verlegt. Er wird in den sogenannten „Pfarrerblock“ eingewiesen.

In den letzten Kriegswochen werden die Gefangenen Dachaus zu langen Fußmärschen in Richtung Alpen und einer angeblichen „Alpenfestung“ gezwungen, da die Alliierten vorrückten. Mit viel Glück wurde Pfarrer Heinrich Schmitz bei einer riskanten Rettungsaktion mit rund 50 anderen Mitgefangenen befreit.

Das Schuldbekenntnis des Presbyteriums 2. Juli 1945 („Weseler Schuldbekenntnis“)

Wenige Wochen nach Kriegsende am 8. Mai 1945 trifft sich das Presbyterium am 2. Juli 1945 zu einer Sitzung, auf der eine Erklärung verabschiedet wird, die man als „Weseler Schuldbekenntnis“ bezeichnen könnte. Sie enthält eine Bewertung zu dem Verhalten des Presbyteriums und der Gemeindeglieder der Evangelischen Kirche Wesel in der Zeit des Nationalsozialismus von 1933-1945. Das Presbyterium zeigt darin Reue gegenüber seiner Verblendung in der Zeit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft und ist bereit sich durch dieses Schuldbekenntnis dem „Bußruf Gottes … zu beugen.“ Das Presbyterium bekennt sich dazu, in vielerlei Situationen falsch, unüberlegt und nicht nach dem Glauben Gottes gehandelt zu haben und erklärt: „Wir haben geschwiegen, wo lauter Widerspruch unsere Pflicht gewesen wäre; wir haben vor den Größen dieser Welt den Herrn der Kirche verleugnet.“ Man habe dadurch die eigenen Aufgaben als „Wächter der Gemeinde“  vernachlässigt und sich durch den „Einbruch des Geistes dieser Welt“ täuschen lassen. Das Presbyterium habe „in der Stunde kirchlicher Entscheidungen“ die falschen Urteile und Anordnungen gefällt „und manche ungewarnt den Weg des Irrtums gehen lassen.“

Dieses Schuldbekenntnis des Presbyteriums wurde öffentlich bei den Gottesdiensten der Kirchengemeinde am 8. Juli 1945, also zwei Monate nach Kriegsende, vorgetragen.Der Wiederaufbau von Dom und Gemeindehaus nach dem KriegDer Wiederaufbau von Dom und Gemeindehaus nach dem Krieg

Es ist tatsächlich ein erster und auch mutiger Schritt zur Überwindung der nationalsozialistischen Weltanschauung und seiner Folgen. Dennoch bleiben die Formulierungen sehr allgemein und blenden das Leid der unter der Nazi-Herrschaft Verfolgten vollkommen aus. Auch wird viel zu früh zu einer Versöhnung aufgerufen, ohne dass die Schuld ausreichend aufgearbeitet wird.

Für die gesamte Evangelische Kirche in Deutschland wurde erst Monate später das „Stuttgarter Schuldbekenntnis“ am 18. Und 19. Oktober 1945 verfasst. Dieses bezieht sich dann auch noch auf die Kriegsschuld Deutschlands, die im „Weseler Schuldbekenntnis“ gar nicht angesprochen wird. Dort heißt es dann: „Durch uns ist unendliches Leid über viele Völker und Länder gebracht worden.“

 

 

 

Die Reaktionen innerhalb der Evangelischen Kirchengemeinde Wesel auf die Gewaltpolitik des Dritten Reiches sind im Grunde typisch für die Haltung von Gemeinden im Gebiet des Rheinlands insgesamt. Die Gemeinde in Wesel hat wie die verfasste Kirche insgesamt weder auf die Verschleppung der politischen Gegner der NSDAP  noch  auf antijüdische Ausschreitungen konkret reagiert.  Es bleibt aber auch der Eindruck, dass es im Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde Wesel durchaus Menschen gab, die durch ihre christliche Prägung und Haltung von Anfang an die Bösartigkeit des Nationalsozialismus durchschaut haben. Es fehlte ihnen der Mut, die einzelne christliche Widerstandskämpfer wie Dietrich Bonhoeffer oder Paul Schneider gezeigt haben, die als Märtyrer gestorben sind. Am weitesten ging jedenfalls Heinrich Schmitz, der in dieser Phase nur wenige Monate in der Zeit des Dritten Reiches in der Gemeinde wirkte. Aber auch Emil Tappenbeck ist hier zu würdigen, der auch das Risiko des Verlustes seiner Pfarrstelle bei seinem Widerstand in Kauf nahm. Auf jeden Fall gab es in dieser Phase der Geschichte der Kirchengemeinde eine Art Zerreißprobe  für die Mitglieder des Presbyteriums. So sachlich viele Formulierungen in den Protokollen auch erscheinen, so leidenschaftlich und kontrovers ist doch diskutiert und gestritten worden.

Elia: "Wetten, dass mein Gott echt stark ist?"

Kinderbibeltag in der Friedenskirche am 5.10.

Eine Elia-Geschichte aus der Bibel wird Foto für Foto in Szene gesetzt.Eine Elia-Geschichte aus der Bibel wird Foto für Foto in Szene gesetzt. Hier entstehen Elia-Leuchten.Hier entstehen Elia-Leuchten.

"Wetten, dass mein Gott echt stark ist?" - Unter diesem Motto erlebten Kinder zwischen fünf und elf Jahren am 5. Oktober einen spannenden Kinderbibeltag rund um den Propheten Elia. Der Tag in der Friedenskirche verging mit Spielen, Singen, Basteln und Essen wie im Flug. Eine Elia-Geschichte war am nächsten Morgen im Gottesdienst zum Erntedankfest als Fotostory zu sehen, die Kinder gestaltet hatten. Ebenso war der Altar mit Elia-Leuchten geschmückt, die tags zuvor entstanden waren.
Möglich wurde der Kinderbibeltag durch das Engagement etlicher Mitarbeitenden aus der Evangelischen Jugend Wesel, mit denen Jugendleiterin Sabine Ahua und Katrin Wientges diesen Tag vorbereitet hatten. Dafür auch an dieser Stelle vielen Dank!
Christoph Kock, Pfarrer

DANKE sagen - Familiengottesdienst zum Erntedankfest

Am Erntedankfest, 6. Oktober 2013, fand in der Gnadenkirche ein Familiengottesdienst statt, an dem die Kinder der Kita großen Anteil hatten.

Die Besucher strömen in die Gnadenkirche,Die Besucher strömen in die Gnadenkirche, die zu Erntedank herbstlich geschmückt ist.die zu Erntedank herbstlich geschmückt ist.

An diesem Herbstmorgen füllte sich die Gnadenkirche schnell: Zahlreiche Kita-Kinder waren mit ihren Eltern und Geschwistern gekommen, um Erntedank zu feiern und "DANKE" zu sagen. Die Kinder zogen mit Sonnenblumen in den Händen in die Kirche ein und sangen später am Altar das Schöpfungslied "Du hast uns deine Welt geschenkt", das sie mit den passenden Gesten begleiteten.

Die Vorschulkinder hatten sogar ein Stück eingeübt, nämlich die Geschichte von der Maus und dem Apfelkern: Eine kleine Maus hatte ein gar nicht so kleines Geschenk mitgebracht, denn aus dem scheinbar unbedeutenden Apfelkern sollte ein großer Baum werden. Alle sagten DANKE für Wasser, Sonne, Wind und Erde, ohne die kein Leben denkbar ist.

Aufgeregt warteten die Kita-Kinder im Vorraum,Aufgeregt warteten die Kita-Kinder im Vorraum, wo sie die Sonnenblumen bekamenwo sie die Sonnenblumen bekamen
Dann zogen sie feierlich in die Kirche einDann zogen sie feierlich in die Kirche ein und legten die mitgebrachten Gaben vor den Altarund legten die mitgebrachten Gaben vor den Altar

Beim Abendmahl waren die Kinder natürlich dabei und bekamen Brot und Weintrauben. Geduldig hatten die Kleinen bis dahin den Gottesdienst verfolgt, durften aber nun mit ihren Familien die Kirche verlassen, während die Großen weiter Abendmahl feierten und noch einmal dem Kirchenchor lauschten, der diesen Gottesdienst mit Erntedankliedern mitgestaltete.

Es war ein bunter und lebendiger Gottesdienst, so bunt wie die mitgebrachten Gaben, die die Gnadenkirche in einen großen Garten verwandelten.

Diakoniestation, eVita und Hospiz-Initiative Wesel sind umgezogen

Die Adressen haben sich geändert, aber die alten Telefonnummern bleiben gültig.

Die beiden ambulanten Pflegedienste (Diakoniestation und eVita) sind ins Parterre der Senioreneinrichtung Haus Kiek in den Busch umgezogen. Die neue Adresse lautet:

Schermbecker Landstraße 86

Es handelt sich um das Gebäude rechts neben dem Krankenhaus, das über den Parkplatz erreichbar ist.

Die neue Adresse der  Hospiz-Initiative lautet:

Kiek in den Busch 87

Die Büros befinden sich in der 3. Etage.

Telefonisch sind alle auch weiterhin unter den bekannten Nummern zu erreichen.

Presbyterfahrt nach Bonn

Das Wochenende vom 11. - 13. Oktober 2013 verbrachte das Weseler Presbyterium in Bonn. Dabei nahmen Überlegungen zu neuen Formen der Liturgie einen großen Raum ein.

"Halleluja" und "Gloria" - so tönte es in zahlreichen Variationen am Freitagabend in einem Seminarraum des CJD in Bonn. 31 Mitglieder des Presbyteriums samt Partnern und Partnerinnen übten sich in neuen Formen der Liturgie. Selbst die sonst eher nicht so Sangesfreudigen stimmten laut mit ein. Dafür sorgte Jens-Peter Enk, zuständig für den Arbeitsbereich Kirchenmusik im Theologischen Zentrum der Evangelischen Kirche im Rheinland in Wuppertal. Seine Begeisterung für die Musik steckte alle an und ließ die Zeit wie im Fluge vergehen.

Die Weseler fanden Gefallen an den neuen LiedernDie Weseler fanden Gefallen an den neuen Liedern Jens-Peter Enk steckte alle mit seiner Begeisterung anJens-Peter Enk steckte alle mit seiner Begeisterung an
Arbeitsergebnisse:  "Gottesdienst free-style"Arbeitsergebnisse: "Gottesdienst free-style" Eine Stadtführerin (in der blauen Jacke) zeigte uns "das evangelische Bonn"Eine Stadtführerin (in der blauen Jacke) zeigte uns "das evangelische Bonn"

In der SchlosskircheIn der Schlosskirche

Durch diese Impulse angeregt, sammelten die Presbyterinnen und Presbyter am Samstagmorgen in Kleingruppen Ideen für eine Umgestaltung der Liturgie, die im Laufe der nächsten Monate weiterverfolgt werden sollen. Nachmittags stand eine Stadtführung durch "das evangelische Bonn" auf dem Programm, bei der u. a. die im Rokoko-Stil gehaltene Schlosskirche und die Kreuzkirche mit dem unterirdischen Bunker besichtigt wurden. Außerdem erfuhren die Teilnehmenden Interessantes aus dem Leben evangelischer Bürgerinnen und Bürger aus den letzten Jahrhunderten.

Das Bonner SchlossDas Bonner Schloss In der Krypta der KreuzkircheIn der Krypta der Kreuzkirche

Ein Gottesdienstbesuch in der Tinitatiskirche in Bonn-Endenich mit einem daran anschließenden sehr interessanten Austausch mit Vertretern dieser Gemeinde schloss das Wochenendprogramm ab. Es war eine gute Mischung aus Arbeitseinheiten, neuen Anregungen und Gelegenheit zu Gesprächen in lockerer Runde.

31 Personen sind mit nach Bonn gefahren31 Personen sind mit nach Bonn gefahren

Fotos: Manfred Lewin und Wilfried Bühnen

50 Jahre Danke

Abendgottesdienst am 13.10. in der Friedenskirche

Wer hätte das gedacht? Das Lied „Danke für diesen guten Morgen“ ist schon 50 Jahre alt! Zu diesem Geburtstag gab es am 13.10. einen Abendgottesdienst in der Friedenskirche

Die Schermbecker Gemeindeband "Drachenschorsch" in AktionDie Schermbecker Gemeindeband "Drachenschorsch" in Aktion

Vor 50 Jahren gelangte das Lied „Danke für diesen guten Morgen“ in die Charts. Gesungen hat das von Martin Gotthard Schneider komponierte Lied der Botho-Lucas-Chor. Für die einen war das Lied ein Skandal: Kirchenlied in jazzigem Gewand – das war ging in ihren Augen gar nicht. Viele andere nahmen die neuen Klänge gerne auf. Seither sind zahllose sogenannte „Neue geistliche Lieder“ entstanden, deren Melodien von der zeitgenössischen Musik inspiriert sind. Zu diesem Jubiläum fand am 13. Oktober ein Abendgottesdienst in der Friedenskirche statt. Im Mittelpunkt standen Lieder des sogenannten „Neuen Geistlichen Liedguts“, gespielt von der Schermbecker Gemeindeband „Drachenschorsch“. Kirchenmusikalische Impulse zum Lied "Danke" und Interviews sorgten für einen abwechslungsreichen Gottesdienst, der von Pfarrer Dieter Hofmann (Schermbeck) und Pfarrer Christoph Kock (Wesel) gestaltet wurde. Im Anschluss war Gelegenheit zu Austausch und Gesprächen im Foyer der Friedenskirche.

Neue Prinzipalstücke für den Willibrordi-Dom

Altar, Ambo und Kanzel im Reformationsgottesdienst in Dienst gestellt

Ein vollbesetzter Dom mit vielen Gästen aus Gemeinden und Kommunen, ein gutgelaunter Prediger, ein musikalischer Genuss und viel Gesprächsstoff: Das waren nur einige Zutaten eines denkwürdigen Reformationsgottesdienstes im Willibrordi-Dom am Donnerstag, 31.Oktober.

Sie sind da - die lang erwarteten und viel diskutierten neuen "Prinzipalstücke" des Willibrordi-Doms: die neue Kanzel, der Altar und der Ambo (Lesepult). Dank eifriger Bemühungen und Zuwendungen seitens des Dombauvereins und der Evangelischen Kirchengemeinde und aller ausführenden kreativen und handwerklichen Kräfte konnten sie nun der breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden. Und dass es sich hier nicht einfach um "Möbelstücke" innerhalb einer bedeutenden Kirche handelt sondern im Grunde mit ihnen eine klare Botschaft des Glaubens verbunden ist, das konnte der gut gelaunte und mit viel theologischem Sachverstand brillierende Kirchenrat aus Düsseldorf, Pfarrer Dr. Volker Lehnert, in seiner "Jungfern-Predigt" auf der neuen Kanzel vermitteln.Kirchenrat Pfarrer Lehnert bei der Predigt von der neuen Kanzel.Kirchenrat Pfarrer Lehnert bei der Predigt von der neuen Kanzel. Natürlich hörten die Zuhörerinnen und -hörer nicht nur auf die Worte des Predigers sondern schauten auch auf die immer wieder erwähnten "Prinzipalstücke" und konnten sich im Laufe des  Abends eine Meinung bilden und nach dem Gottesdienst auch selbst Altar, Kanzel und Ambo aus der Nähe betrachten, berühren oder gar die Kanzel besteigen. Letztere wird wohl am meisten die Gemüter bewegt haben und bewegen, da sie in ihrer Konzeption und Größe eine völlig andere Ausdruckskraft hat als die provisorische und eher traditionell gestaltete  Vorgänger-Kanzel. Ob sie nun eher in ihrer Schlichtheit und Schönheit besticht und "schwebend" im Raum steht oder ob sie eher zu monumental oder zu schlicht geraten ist - der Betrachter und die Betrachterin konnten es an Ort und Stelle selbst entscheiden. Relativ unumstritten schien vielen zu sein, dass sich die neuen sakralen "Möbel" sehr gut in den Chorraum einfügen - gerade mit dem modernen Orgelprospekt der Dom-Orgel im Hintergrund. Zu Beginn: die Blumen werden auf den Altar gestellt.Zu Beginn: die Blumen werden auf den Altar gestellt.                                                      Der Gottesdienst war in vieler Hinsicht festlich gestaltet - beginnend von der feierlichen Indienstnahme des Altars bis hin zu musikalischen Höhepunkten mit einer facettenreichen  Kirchenmusik, die von der Domkantorei, dem Bläserchor und der Orgel getragen wurden - alles unter der souveränen Leitung des Kantors am Dom, Ansgar Schlei. Und die Gemeinde sang kräftig und stimmgewaltig mit. Die beiden Pfarrerinnen am Dom, Martina Biebersdorf und Sarah Brandt gestalteten die Liturgie und Pfarrerin Biebersdorf übernahm als Vorsitzende auch die Moderation zum Ausklang.  In den Reigen der Grußworte reihten sich der Vorsitzende des Dombauvereins, Karl-Heinz Tieben sowie die Architektin Jutta Heinze ein. Es wurde noch einmal deutlich gemacht, in welchem Prozess und Verfahren alles seinen Gang genommen hatte und wie alles nun zum Abschluss gekommen ist. Danach ergriffen viele  Besucher die Gelegenheit, alles aus nächster Perspektive in Augenschein zu nehmen.     Begutachtung nach dem GottesdienstBegutachtung nach dem Gottesdienst                                                                                                                                            

 

Die neuen Prinzipalstücke im rechten Licht

Fotos von Karl-Heinz Tieben und Volker Hoffmann

Im Folgenden zeigen wir weitere Fotos von neuer Kanzel, neuem Altar und Ambo, die am Reformationstag entstanden sind.

Die neuen Prinzipalstücke im Dom (Foto: K.-H. Tieben)Die neuen Prinzipalstücke im Dom (Foto: K.-H. Tieben) Kanzel, Altar, Ambo vom Hauptschiff aus (Foto: K.-H. Tieben)Kanzel, Altar, Ambo vom Hauptschiff aus (Foto: K.-H. Tieben)
Die Prinzipalstücke aus seitlicher Perspektive (Foto: K.-H. Tieben)Die Prinzipalstücke aus seitlicher Perspektive (Foto: K.-H. Tieben) Einzug am Reformationstag (Foto: V. Hoffmann)Einzug am Reformationstag (Foto: V. Hoffmann)
Der neue Altar wird begutachtet (Foto: V. Hoffmann)Der neue Altar wird begutachtet (Foto: V. Hoffmann) Der Dom am Reformationsabend (Foto: V. Hoffmann)Der Dom am Reformationsabend (Foto: V. Hoffmann)

"Sternstunden" in der Gnadenkirche

Besucherinnen und Besucher erlebten am 10. November einen Meditativen Gottesdienst mit ganz besonderer Atmosphäre

Die erste Sternstunde hätten sie schon beim Betreten der Gnadenkirche erlebt, so erzählten Besucher an diesem Abend: Der Vorraum und die Kirche wurden durch bunte Sterne, Lichterketten und viele Kerzen erhellt und ließen eine ganz besondere Atmosphäre entstehen. Zu den sphärischen Klängen des Trio Mediaeval erschienen Bilder eines beeindruckenden Sternenhimmels.

Viele Lichter in der dämmrigen GnadenkircheViele Lichter in der dämmrigen Gnadenkirche Eine Sternenlichterkette an der KanzelEine Sternenlichterkette an der Kanzel
Auf der Leinwand war der Sternenhimmel zu sehen - über den WolkenAuf der Leinwand war der Sternenhimmel zu sehen - über den Wolken Einladung zum gemütlichen Tee mit PlätzchenEinladung zum gemütlichen Tee mit Plätzchen

Neben Geschichten, Gebeten und Psalmen wurde auch an "Sternstunden Deutschlands" erinnert und Mitwirkende erzählten von den ganz persönlichen Sternstunden in ihrem Leben. Pfarrerin Heidrun Goldbach sprach über die Verheißung an Abraham und präsentierte passend zum Thema ein Altarbild von Abraham unter dem Sternenhimmel.

Viele Gäste blieben gerne noch etwas zum Erzählen...Viele Gäste blieben gerne noch etwas zum Erzählen... und ließen den Gottesdienst ausklingenund ließen den Gottesdienst ausklingen

Natürlich durfte das allseits bekannte Lied "Weißt du wie viel Sternlein stehen" an diesem Abend nicht fehlen, aber auch das neue Lied "Die Himmel erzählen die Schönheit Gottes" kam gut an. Guili Topuridze begleitete die Gemeinde an der Orgel und trug mit mehreren Geigenstücken zur musikalischen Gestaltung des Gottesdienstes bei.

Nach dem Gottesdienst warteten im Vorraum an liebevoll dekorierten Tischen Tee und Plätzchen auf die Gäste, die die Möglichkeit gerne annahmen, mit den anderen ins Gespräch zu kommen und den Gottesdienstbesuch nett ausklingen zu lassen. Als kleines Präsent bekamen alle einen Mini-Beutel mit Sternenstaub und dem Rilke-Gedicht "Oh gäb's doch Sterne, die nicht bleichen..."

Der nächste Meditative Gottesdienst wird Mitte Februar 2014 stattfinden, nämlich am 9. oder 16.02.2014.

Erzähl mir das Märchen vom Tod

Der Nachteulengottesdienst am Vorabend des Ewigkeitssonntags bot im Willibrordi-Dom eine ganz besondere Atmosphäre.

Trotz des ungewohnten Termins  an einem Samstagabend versammelte sich eine große Nachteulengemeinde im Dom. Schon beim Betreten der Kirche staunten die Besucherinnen und Besucher über die ungewöhnliche Beleuchtung, mit der das schöne Bauwerk hervorragend in Szene gesetzt wurde. Im Laufe des Gottesdienstes wechselten die Farben mehrfach und schufen jeweils eine unterschiedliche Atmosphäre.

Die Eule vor der farbig angestrahlten OrgelDie Eule vor der farbig angestrahlten Orgel Der Dom in ungewöhnlicher BeleuchtungDer Dom in ungewöhnlicher Beleuchtung

Das Thema "Tod" wurde mit seinen verschiedenen Facetten behandelt. Nach einer Präsentation von teilweise recht skurrilen Todesanzeigen zog die Märchenerzählerin Lia Brockmeyer die Besucherinnen und Besucher mit dem "Märchen vom Gevatter Tod" in ihren Bann, in dem ein junger Arzt versucht, den Tod auszutricksen, was ihm nicht gelingt. Der Wirkung des frei vorgetragenen Märchens konnte sich niemand entziehen und so folgten alle bereitwillig Lia Brockmeyer in die "Lichtergrotte", die vor dem Ben-Willikens-Altar aufgebaut war. Hier brannte eine Vielzahl unterschiedlich hoher Kerzen, die die einzelnen Lebenslichter des Märchens symbolisierten.

Lia Brockmeyer beim MärchenerzählenLia Brockmeyer beim Märchenerzählen Die Lichtergrotte vor dem Ben-Willikens-AltarDie Lichtergrotte vor dem Ben-Willikens-Altar

Wie im Nachteulengottesdienst üblich, bot sich den Gästen auch diesmal die Möglichkeit selber aktiv zu werden: Zum einen konnte man eine Lichtertüte nach eigenen Vorstellungen gestalten, was viele nutzen, um an liebe Menschen zu erinnnern, die sie verloren haben. Zum anderen konnte man sich mit unterschiedlichen Sprüchen über den Tod auseinander setzen, ihnen zustimmen oder sie ablehnen, wodurch sich lebhafte Gespräche ergaben.

Die "Rede vom Leben und Glauben" hielt Martina Biebersdorf und setzte sich dabei mit unterschiedlichen Aspekten des Todes auseinander, von der Frage "warum?" bis zum Trost in der christlichen Hoffnung auf Auferstehung. Unterbrochen wurden ihre Ausführungen durch Dialoge aus Jürgen Domians Buch "Interview mit dem Tod", die Ulrke Schweiger-Lewin und Bernd Siebert vortrugen.

Viele diskutierten über die Sprüche zum Thema TodViele diskutierten über die Sprüche zum Thema Tod Einige von zahlreichen bemalten LichtertütenEinige von zahlreichen bemalten Lichtertüten
Bernd Siebert und Ulrike Schweiger-Lewin bei ihrem VortragBernd Siebert und Ulrike Schweiger-Lewin bei ihrem Vortrag Die NachteulencomboDie Nachteulencombo

Wie immer spielte die Musik eine zentrale Rolle im Gottesdienst, ob beim "Lied vom Tod", bei "Candle in the wind" oder bei den modernen Liedern, die die Gemeinde mitsang. Wieder wirkte die Nachteulencombo mit Eva und Albrecht Holthuis und Martin Rohde mit.

Nach dem Gottesdienst blieben sehr viele bei Wein, Käse und Brot zu Gesprächen im Dom und schilderten, wie sie dieser Gottesdienst bewegt hatte und dass ein Nachteulengottesdienst sich durchaus mit einem so ernsten Thema einmal ungewohnt auseinandersetzen konnte.

Die Firma Feldmann light & sound hat mit aufwändigen technischen Installationen wesentlich zur Gestaltung dieses Gottesdienstes beigetragen. Hierfür und für die lange und zuverlässige Zusammenarbeit bedanken wir uns herzlich!

Die Herren Feldmann senior...Die Herren Feldmann senior... ...und junior bei den technischen Aufbauarbeiten im Dom...und junior bei den technischen Aufbauarbeiten im Dom

Hier weitere Impressionen aus dem illuminierten Dom

Fotos: Lewin

Der Willibrordi-Dom in außergewöhnlicher Beleuchtung

Einige Impressionen vom Nachteulengottesdienst am 23. November 2013

Völlig ungewohnt präsentierte sich der Willibrordi-Dom am Abend des Nachteulengottesdienstes. Nicht nur dass die ungewohnte Beleuchtung eine ganz besondere Atmosphäre erzeugte - manche Details fielen auch dank der farbigen Akzente viel stärker ins Auge.

Die technischen Installationen übernahm die Firma Feldmann light & sound aus Hamminkeln.

Fotos: Lewin

Der Vorhang ist offen

Gottesdienst zum 1. Advent in der Friedenskirche

Der Vorhang war vielen gar nicht aufgefallen und doch war er extra für diesen Gottesdienst am Eingang zur Kirche angebracht. Im Verlauf des Gottesdienstes ...

Foto (privat): Peter Strauch (3.v.l.) mit Mitwirkenden des Gottesdienstes aus den Allianzgemeinden. Leider Foto (privat): Peter Strauch (3.v.l.) mit Mitwirkenden des Gottesdienstes aus den Allianzgemeinden. Leider Der Vorhang war vielen gar nicht aufgefallen und doch war er extra für diesen Gottesdienst am Eingang zur Kirche angebracht. Im Verlauf des Gottesdienstes wurde deutlich, was es damit auf sich hat: Der offene Vorhang veranschaulichte den Predgttext des 1. Advent aus dem Hebräerbrief, bewegend und eindrücklich ausgelegt an diesem Sonntag von Peter Strauch, dem langjährigen Vorsitzenden der Evangelischen Allianz Deutschland.
Zu dem Gottesdienst hatte die Evangelische Allianz Wesel eingeladen, die innerevangelische Ökumene in unserer Stadt. (Dazu gehören die Freie evangelische Gemeinde (Fluthgrafstraße), die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Wesel-Lackhausen (Julius-Leber-Straße), die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Wesel (Gabainstraße), die Stadtmission Wesel und die Evangelische Kirchengemeinde Wesel). Beteiligt waren die Frauengruppe der Allianz und die Frauenhilfe der Friedenskirche, die mit Pfarrer Christoph Kock den Gottesdienst vorbereitet hatten. Für musikalische Akzente sorgten der Posaunenchor der Stadtmission und der Bläserchor der Friedenskirche.
Ebenso gut besucht war der Kindergottesdienst, der von Mitarbeitenden der Stadtmission und dem Kinderkirchenteam der Friedenskirche gestaltet wurde.


 

Weihnachtsfeier des Presbyteriums

Am 6. Dezember 2013 richtete der Bezirk Gnadenkirche die Feier für die Mitglieder des Presbyteriums, des Finanzausschusses und der Mitarbeitervertretung aus

Die Tische sind geschmücktDie Tische sind geschmückt ...der Punsch steht bereit: Die Gäste können kommen...der Punsch steht bereit: Die Gäste können kommen
Treffpunkt im Vorraum...Treffpunkt im Vorraum... ...des Gemeindehauses...des Gemeindehauses

Fackeln wiesen den Weg zum Gemeindehaus an der Gnadenkirche. Im verdunkelten Eingangsbereich wartete ein heißer Punsch auf die Ankömmlinge, bevor alle im großen Saal an weihnachtlich dekorierten Tischen Platz nahmen. Der Nikolaus ließ es sich nicht nehmen vorbeizuschauen - schließlich feierte man am Nikolaustag. Martina Biebersdorf wusste über alle Anwesenden etwas aus dem letzten Jahr zu berichten und verteilte kleine "Krippen to go" von den Pfadfindern.

Der Nikolaus verteilt seine GabenDer Nikolaus verteilt seine Gaben Reichlich Auswahl am BüffetReichlich Auswahl am Büffet

Nachdem sich alle am leckeren Büffet gestärkt und einige Weihnachtslieder gesungen hatten, führten Thomas Brödenfeld, Heidrun Goldbach, Peter Hilsenberg und Christian Schröder den Sketch vom angeklagten Weihnachtsmann auf. Glücklicherweise wurde er am Ende trotz seiner vielen "Vergehen" freigesprochen. Beim witzigen "Merry Christmas Allerseits" von Udo Jürgens traten die Gnadenkirchler als "Background-Chor" auf und erhielten große Unterstützung durch die Gäste. Thomas Brödenfeld trug eine Loriot-Geschichte vor, bei der sich schaurige Dinge im scheinbar so weihnachtlich-idyllischen Försterhaus abspielten. Die Stimmung war gut und so hatte an diesem Abend niemand etwas dagegen, dass "die Sitzung" länger dauerte!

Ob "Oh Tannenbaum"...Ob "Oh Tannenbaum"... oder "Schneeflöckchen, Weißröckchen"...oder "Schneeflöckchen, Weißröckchen"...
alle sangen bei den bekannten Weihnachtsliedern mitalle sangen bei den bekannten Weihnachtsliedern mit Der "Background-Chor" der GnadenkirchlerDer "Background-Chor" der Gnadenkirchler

 

Ehrenamtspreis für Mitarbeitende an der Friedenskirche

Freizeittreff und Martina Lüttig ausgezeichnet

Am 5. Dezember 2013 hat die Stadt Wesel zum ersten Mal einen Ehrenamtspreis vergeben.

Martina Lüttig wird von Bürgermeisterin Ulrike Westkamp für ihr ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. (Foto: Christoph Kock)Martina Lüttig wird von Bürgermeisterin Ulrike Westkamp für ihr ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. (Foto: Christoph Kock)Am 5. Dezember 2013 hat die Stadt Wesl zum ersten Mal einen Ehrenamtspreis vergeben. Aus 62 Vorschlägen hatte eine Kommission neun Personen und eine Gruppe ausgewählt, die im Rathaus für ihr Engagement ausgezeichnet wurden. Die Friedenskirche war unter den Preisträgern gut vertreten. Mit dabei: Der Freizeittreff und Martina Lüttig. Darüber hinaus wurde auch Ingrid Sommer ausgezeichnet, die nicht nur bei Unicef, sondern auch am Dom vielfältig engagiert ist. Herzlichen Glückwunsch!

Bürgermeisterin Ulrike Westkamp begrüßt die Preisträger/innen und deren Gäste im Ratssaal. (Foto: Christoph Kock)Bürgermeisterin Ulrike Westkamp begrüßt die Preisträger/innen und deren Gäste im Ratssaal. (Foto: Christoph Kock)Martina Lüttig leitet seit vielen Jahren Kindergruppen an der Friedenskirche, zur Zeit die „Affenbande“, ein Angebot für Kinder der 1. und 2. Klassen. Darüber hinaus ist sie bei Gemeindefesten, Karnevalsfeiern, im Ferienspaß und auf Kinderfreizeiten maßgeblich beteiligt. Martina liebt Rollenspiele und konzipiert sie mit Kostüm- und Spielideen. Die Kinder sind begeistert. Unvergessen wird ihr Auftritt als „Merlin“ bleiben, der auf der Kinderfreizeit 2013 auf der Suche nach einem Heiltrank für seine kranke Tochter war. Ob als Zahnpastatube beim Karnevalsfest verkleidet, beim Werken und Basteln oder in Rollenspielen: Mit viel Liebe zum Detail arbeitet Martina zuverlässig und selbständig mit und bereichert die Kinder- und Jugendarbeit im Just4You ungemein.
Sabine Ahua

Das Team des Freizeittreffs nach der Preisverleihung (v.l.): Christoph von Derschau, Judith Klaus, Erika Grunwald-Schulz, Anne Kloß, Birgit Bruckhoff. Leider konnten Hannelore und Klaus Litzbarski nicht dabei sein. (Foto: Christoph Kock)Das Team des Freizeittreffs nach der Preisverleihung (v.l.): Christoph von Derschau, Judith Klaus, Erika Grunwald-Schulz, Anne Kloß, Birgit Bruckhoff. Leider konnten Hannelore und Klaus Litzbarski nicht dabei sein. (Foto: Christoph Kock)Der Freizeittreff für Behinderte und Nichtbehinderte wurde 1982 von Schülern der beiden Weseler Gymnasien gegründet. Geleitet wurde die Gruppe damals – und wird sie auch heute noch – von Christoph von Derschau, ehemaliger Gemeindepfarrer an der Friedenskirche. Nicht behinderte und behinderte Jugendliche trafen sich in der Friedenskirche, um gemeinsam etwas zu unternehmen. Die Gruppe gibt es nach über dreißig Jahren immer noch! Aus Jugendlichen sind Erwachsene im mittleren Alter geworden. Viele sind von Anfang an dabei, andere sind im Laufe der Jahre dazugestoßen. Es gibt Traditionen und wiederkehrende Programmpunkte wie gemeinsam gestaltete Gottesdienste, die Weihnachtsfeier, Grillen, Kegeln, aber auch immer wieder neue Aktivitäten, zum Beispiel einen Besuch im Sea-Life, im Max-und-Moritz-Museum oder im Kernkraft-Wunderland.
Birgit Bruckhoff

Ein Bericht über die Preisverleihung findet sich auf der Homepage der Stadt Wesel:  Link

Neue Hinweisschilder zum Gottesdienst installiert

Jetzt stimmen die Zeiten wieder und einen Hinweis auf die Homepage gibt es obendrein

Wer kennt sie nicht - die Schilder am Ortseingang mit Hinweis auf die Gottesdienstzeiten mit Ihren typischen Farbgebungen? Eine violette Kirche für evangelisch und eine gelbe für katholisch. Mittlerweile in die Jahre gekommen mussten sie jetzt ausgetauscht werden, denn die Gottesdienst-Zeiten haben sich bekanntlich geändert.

Insgesamt sind es fünf Schilder, die an den jeweiligen Ortseingängen Wesels auf die  "Evangelischen Gottesdienste" verweisen. Die Ständer sind "ökumenisch" ausgerichtet, da jeweils auch das katholische Schild dort installiert ist und auf die Zeiten der Messen verweist. Alle fünf Schilder wurden bzw. werden von Küstern bzw. Mitarbeitern der Kirchengemeinde in diesen Tagen neu aufgestellt. Küster Vladyslav Schwarz präsentiert das neu installierte Schild an der Reeser Landstr.Küster Vladyslav Schwarz präsentiert das neu installierte Schild an der Reeser Landstr.

Seit Einführung der neuen Gottesdienstzeiten im vergangenen Jahr, war es nun nötig die Zeiten zu aktualisieren. Außerdem wiesen die Schilder zum Teil schon einige "Macken" auf bzw. die Farben waren verblasst. Zusätzlich ist nun auch der Hinweis auf die Homepage auf dem Schild. So kann der interessierte Betrachter auch über Smartphone und PC die aktuellen Daten hochladen.Dieses Schild steht an der Ecke Brüner Landstr. und MolkereiwegDieses Schild steht an der Ecke Brüner Landstr. und Molkereiweg

Inzwischen sind alle Schilder ausgetauscht worden. Hier ein Vergleich von "alt" und "neu" (Foto: Chr. Schröder)

Schild an der Schermbecker Landstr. vorher ...Schild an der Schermbecker Landstr. vorher ... ... und nachher.... und nachher.
Schild an der Dinslakener Landstr. vorher ...Schild an der Dinslakener Landstr. vorher ... ... und nachher.... und nachher.

 

"Nun singet und seid froh"

Musikalischer Gottesdienst in der Friedenskirche am 29. Dezember

Im zentralen Gottesdienst am 1. Sonntag nach Weihnachten standen Weihnachtslieder aus fünf Jahrhunderten im Mittelpunkt, ...

Das Vokalensemble und das Bläserensemble Niederrhein in der FriedenskircheDas Vokalensemble und das Bläserensemble Niederrhein in der FriedenskircheIm zentralen Gottesdienst am 1. Sonntag nach Weihnachten standen Weihnachtslieder aus fünf Jahrhunderten im Mittelpunkt, gerahmt von schwedischer Weihnachtsmusik. Zu Gehör gebracht wurden sie vom Vokalensemble Niederrhein und dem Bläserensemble Niederrhein; als Instrumentalisten wirkten mit: Giuli Topuridze (Violine), Anke Laser (Flöte) sowie Martin von Staa (Kontrabass). Die musikalische Leitung lag in den Händen von Hanns-Alfons Siegel (Orgel).
Bei vielen Liedern war die Gemeinde eingeladen zum Mitsingen, etwa beim Magnifikat oder dem Paul-Gerhardt-Lied "Ich steh an deiner Krippen hier". Gebete, Lesungen und Texte nahmen Aussagen der Lieder auf und vertieften sie: Ein besonderer Gottesdienst im Zeichen der Musik, den viele Menschen in der Friedenskirche mitgefeiert haben. Sie konnten erleben, was für ein Schatz sich Gesangbuch verbirgt; Lieder, die das Fest prägen und zum Klingen bringen.
Beim Kirchencafé klang der Gottesdienst nach, diesmal auch musikalisch. Beide Chöre hatten noch 'Zugaben' mitgebracht. Auch an dieser Stelle allen Mitwirkenden einen herzlichen Dank für einen beeindruckenden Gottesdienst!
Christoph Kock, Pfarrer